Dresden: Die Waldschlösschenbrücke. (Foto: M. B.)
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Freitag, 16. Oktober 2009

Doppelstreifen für das Staatsschauspiel - deftige Kritik kommt auch aus Leipzig

Der weiter unten stehende Text zum neuen Corporate Design des Staatsschauspiels Dresden findet erneut Zuspruch:

Für mich ist unbegreiflich, dass heute sogar Institutionen, die mit Bildern, mit Farben und Licht inszenieren, also selbst als darstellende Kunst die visuelle Kommunikation betreiben, scheinbar jeglichen Sachverstand eingebüßt haben, sobald ihnen wortreich eine „neue“, angeblich werbende Gestaltung unterbreitet wird.
Dem „Konsumenten" derartiger Hervorbringungen werden unzumutbare Belastungen beim Entschlüsseln solcher Art visueller Botschaften zugemutet, die zwar dem Fachmann, nicht aber den frech-frischen, „hippen“ Stylisten die Haare zu Berge stehen lassen. Ich leg sie einfach beiseite, diese Zettel, oder klicke weg. Das kann ja wohl der Sinn nicht sein! – Wo kommt sie eigentlich her, die Lust am Zerstören bewährter Strukturen und Grundlagen?

PS.: Besonders „gelungen“ die Seite im Internet, auf der die Darsteller vorgestellt werden. Die meisten balancieren ein gelbes Brett auf dem Kopf. („Mir hatten halt eben kein andres Foto, dafür aber genügend gelbe Balken“...).

(Jochen Fiedler, Grafikdesigner, Leipzig)