<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670</id><updated>2011-12-28T18:17:23.524+01:00</updated><category term='Andreas Körner'/><category term='Martin Morgenstern'/><category term='Theremin'/><category term='zeitgenössische Musik'/><category term='Telefon'/><category term='Gonzalo Rubalcaba'/><category term='Thomas Kohl'/><category term='Programmkino Ost'/><category term='Botschafter'/><category term='Waldschlösschenbrücke'/><category term='Tonlagen'/><category term='Militärhistorisches Museum'/><category term='Körners Corner'/><category term='Dresdner Musikfestspiele'/><category term='Jubiläum'/><category term='Mathias Bäumel'/><category term='Corporate Design'/><category term='Wilfried Schulz'/><category term='erweiterter Infinitiv mit zu'/><category term='20 Jahre'/><category term='August der Starke'/><category term='Jürgen Haufe'/><category term='kleine Klubs'/><category term='Blaue Fabrik'/><category term='Plakat'/><category term='Karrieren'/><category term='Villa Salzburg'/><category term='Sophie von Brandenburg'/><category term='Galerie Konkret'/><category term='Jochen Stankowski'/><category term='Wasserinstallation'/><category term='Telekom'/><category term='Titelblatt-Design'/><category term='Werbeblatt'/><category term='Juan Carlos Valle „Karlotti“'/><category term='Nora Arnold'/><category term='PluSZ'/><category term='Konkrete Kunst'/><category term='maria Obenaus'/><category term='Kaufhaus Bergmannstraße'/><category term='Wende'/><category term='Stoba-Druck'/><category term='Blaues Haus'/><category term='Beatpol'/><category term='Sophienkeller'/><category term='Dresden-Debüt'/><category term='Mary Ross'/><category term='Donaths Neue Welt'/><category term='Roland Stolle'/><category term='Festival Frei Improvisierte Musik'/><category term='Kundendienst'/><category term='Stasi'/><category term='Stadionmiete'/><category term='Bohdan Sláma'/><category term='Semperoper'/><category term='Jazzclub Neue Tonne'/><category term='Dresden'/><category term='Holk Freytag'/><category term='Jazzclub Tonne'/><category term='Kurländer Palais'/><category term='Libeskind'/><category term='Staatsschauspiel Dresden'/><category term='Sächsische Zeitung'/><category term='Broschüre'/><category term='Grafikdesign'/><category term='Postplatz'/><category term='Hellerau'/><category term='Eric Ross'/><category term='Kerstin Hübsch'/><category term='Jazztage Dresden'/><category term='Günter Heinz'/><category term='Dresden-Botschafter'/><category term='Aus für PluSZ'/><category term='Störung'/><category term='Bardinale'/><category term='Dynamo Dresden'/><category term='Plakatgestaltung'/><category term='Erwin Stache'/><category term='Holzer Kobler'/><category term='Sophienkirche'/><category term='Prager Straße'/><category term='Zeichensteller'/><category term='Alchimistenschmaus'/><title type='text'>Dresden kulturell</title><subtitle type='html'>Bemerkenswertes - Empörendes - Lachhaftes - Erfreuliches</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>26</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-1322975868529685342</id><published>2011-12-23T12:22:00.011+01:00</published><updated>2011-12-23T13:11:02.237+01:00</updated><title type='text'>Protest gegen den Abbau der Gaskandelaber in einem Dresdner Denkmalschutzgebiet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-tF-p2FY1L5I/TvRuo5ypjII/AAAAAAAAFYA/otYnGC1_iwo/s1600/Scholz%2BBrief%2BBild"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 225px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-tF-p2FY1L5I/TvRuo5ypjII/AAAAAAAAFYA/otYnGC1_iwo/s400/Scholz%2BBrief%2BBild" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5689293878262860930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der in Dresden lebende und arbeitende Architekt Rainer Scholz äußert sich zur Denkmalschutzsituation in Dresden, speziell in Striesen und Blasewitz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht haben Dresdner und Gäste der Stadt schon mitbekommen, das im Zuge der Sanierung der Altenberger und Oehmestraße die alte Gasbeleuchtung gegen zwölf Meter hohe Zinkmasten erfolgt. Ich habe mich dazu beim Straßen- und Tiefbauamt und beim Denkmalamt erkundigt und beschwert, da die alten Gaskandelaber als Kulturdenkmal geschützt sind, und sich der Straßenbau zudem durch das Denkmalschutzgebiet Striesen-Blasewitz Nord-Ost zieht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Aussage des Denkmalamtes wurde hier mit massivem Druck vom Straßen- und Tiefbauamt darauf gedrungen, die alte Gasbeleuchtung abzubauen. Es gibt eine Vereinbarung, in welchen Straßen die Kandelaber abgebaut werden dürfen. Dazu gehört die Altenberger-Oehmestraße, Hüblerstraße, Augsburgerstraße und die Bergmannstraße, innerhalb des Denkmalschutzgebietes. Geplant ist hier der Ausbau der Straßen zu Hauptverkehrsstraßen, aufgrund der Einordnung des Stadtplanungsamtes. So wie ich das Straßen- und Tiefbauamt verstanden habe, wurden umfangreiche Fördermittel für den Ausbau zu Hauptstraßen genehmigt. Ein wichtiger Bestandteil dieser Förderkriterien ist die Beleuchtung der Straßen nach neuesten Anforderungen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mir sehr dabei aufstößt ist, das die Stadt es wohl darauf abzielt, möglichst den Großteil der Straßensanierung über Fördermittel zu finanzieren, und daher das geschützte Stadtbild im Wege steht, um an die Fördertöpfe zu gelangen. Laut Denkmalschutzsatzung sind nur unerhebliche oder zeitlich begrenzte Maßnahmen genehmigungsfähig. Der Abbau der Gasbeleuchtung ist sicher kein unerheblicher Eingriff in das geschützte Stadtbild.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei mir stellt sich die Frage, wenn die Stadt sich, um Fördermittel zu erlangen, über ihre eigene Denkmalschutzsatzung hinwegsetzen kann, ob dann nicht auch die Anlieger und Bürger das dürfen? Dann würde das Stadtbild endgültig – zum Beispiel durch Vollwärmeschutzfassaden – zerstört. &lt;br /&gt;Ich sehe in dem Vorgehen der Stadt eine massive Schwächung des Denkmalschutzes. Hier kann eine schlechte Vorbildwirkung entstehen, die den Denkmalschutz aushebelt.&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;Den eigentlichen Grund für den Ausbau der Durchgangs- zu Hauptverkehrsstraßen konnte mir auch das Straßen- und Tiefbauamt nicht schlüssig erläutern. Da das blaue Wunder an der Kapazitätsgrenze ist, wird nicht von einer Verkehrszunahme ausgegangen. Auch der zukünftige Verkehr von der Waldschlösschenbrücke wird für Stiesen-Blasewitz nicht mit einbezogen, da der Verkehr und der Stau am Blauen Wunder diesen Stadtteil für Nutzer der Waldschlösschenbrücke unattraktiv macht. &lt;br /&gt;Also kann der Grund nur in der Fördermittelkriterien liegen, der dazu führt, das völlig überzogene Baumaßnahmen durchgeführt werden, die eher an einen Autobahnrastplatz erinnern, als an einen Straßenbau in einem Denkmalschutzgebiet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind nicht schon in DDR-Zeiten die Bürger auf die Straße gegangen, um gegen den Abbau der Gaskandelaber zu protestieren? Nach der Kriegszerstörung, dem sozialistischen Wiederaufbau, der Aberkennung des Weltkulturerbes, wird hier weiter daran gearbeitet, das Dresden bis in die Gegenwart ein Beispiel für die grenzenlose Dummheit der Menschheit bleibt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;(Foto oben: Die neuen Beleuchtung, hier noch mit altem Gaskandelaber, der inzwischen abgebaut wurde. Foto R. Scholz)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rainer Scholz&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-1322975868529685342?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/1322975868529685342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/12/protest-gegen-den-abbau-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1322975868529685342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1322975868529685342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/12/protest-gegen-den-abbau-der.html' title='Protest gegen den Abbau der Gaskandelaber in einem Dresdner Denkmalschutzgebiet'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-tF-p2FY1L5I/TvRuo5ypjII/AAAAAAAAFYA/otYnGC1_iwo/s72-c/Scholz%2BBrief%2BBild' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-73065727133147996</id><published>2011-12-13T13:56:00.010+01:00</published><updated>2011-12-13T15:41:22.014+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sächsische Zeitung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='PluSZ'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aus für PluSZ'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werbeblatt'/><title type='text'>Aus für die SZ-Beilage PluSZ – Wirkungen zwischen Niedergang und Chance</title><content type='html'>Die wöchentlich erscheinende kulturelle Veranstaltungsbeilage PluSZ der Sächsischen Zeitung soll zum 26. Januar 2012 eingestellt werden. Dies meldete bereits  am 27. November 2011 &lt;a href="http://www.flurfunk-dresden.de/2011/11/27/die-sachsische-zeitung-spart-neujahrsempfang-und-plusz-gestrichen/"&gt;flurfunk-dresden.de&lt;/a&gt;. Dort gab DD+V-Geschäftsführer Oliver Radke auch zum »besten«, dass es dabei um Kohle geht: »Der Verlag konzipiert bis dahin ein Anschlussprodukt, das wie PluSZ der SZ beigelegt wird. Die Konzeption dieses Produktes erfolgt unter Vermarktungsgesichtspunkten, um dessen Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf gut Deutsch: Ein Nachfolgeprodukt soll als Verlagsbeilage produziert werden, also zu 100 Prozent werbefinanziert, betreut von einem einzigen festfreien Redakteur, der für dann 16 Seiten pro Woche verantwortlich ist. Unter Zuhilfenahme von zwei Freien für mariginale Zuarbeiten ist der »Alleinredakteur« dann zuständig für Bühne, Musik, Kunst und Film, aber auch für die Akquise von werbefinanzierten Texten und Veranstaltungs- sowie Kinodaten. Wie kompetent kann der da noch sein? Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der dann noch? Und wie viele bisherige PluSZ-ler beißen ins Gras?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Texte, die dort erscheinen, werden Promo-Texte der Veranstalter sein. Kleine Klubs mit minimalen Finanzmitteln dürften dann – je nach Preisen – in diesem Werbeblättchen nur noch kaum oder überhaupt nicht mehr vorkommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer mehr Geld ausgeben kann, kriegt mehr Text. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohin das führen kann, konnte man in den letzten Jahren sehen, als ein Jazzveranstalter Titelseiten und Anzeigen bei Dresdner Medien gleich in Serie kaufte, um für sein dürftiges »Festival« zu werben – mit dem Ergebnis, das qualitativ bessere und anspruchsvollere Angebote anderer, aber nicht annähernd so finanzkräftiger Veranstalter ins Aus des öffentlichen Bewusstsein gedrängt und Qualitätsmaßstäbe völlig verzerrt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufgabe der bisherigen PluSZ-Beilage zugunsten eines auf Schmott konzipierten Werbeblättchens begünstigt die Verlagerung des (eigentlich legitimen) Wettbewerbes der Veranstalter um Publikum von der Ebene der künstlerischen Qualität auf die Ebene der Finanzkraft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber: Ob dieser Schritt aus der Sicht seiner Initiatoren zum Ziel führt, bleibt fraglich. Wenn ohnehin nur abgedruckt wird, was Veranstalter bezahlt haben, kann man sich als Leser und Veranstaltungstipp-Sucher auch gleich per Internet, E-Mail-Rundbrief-Abo und RSS-Feed direkt bei den Veranstaltern informieren. Das geht heutzutage mit ein, zwei oder drei Klicks am Computer oder mit dem Smartphone und erbringt sogar noch aktuellere Ergebnisse als bei Nutzung eines Wochenblattes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die PluSZ und überhaupt eine seriöse Zeitung ausmacht(e), sind die journalistische und sachliche Kompetenz, die Souveränität und die Kritikfähigkleit der Journalisten. Die haben den nötigen Überblick, die Fachkenntnis und den kritischen Geist, sie werden genau deswegen von der Leserschaft wertgeschätzt. Denn sie bewerten nämlich das, was an Veranstaltungstipps in die Welt »gepresst« wird, geben Orientierung und helfen dem »Kultursuchenden«, einen jeweils individuellen Weg durch den Kulturdschungel zu finden. Leser honorieren Niveau und lesen nach Autorennamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau dieses Plus (um fast beim Beilagentitel zu bleiben) soll nun bald der Leserschaft vorenthalten werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht jedoch ist dies eine Chance für die Konkurrenz? Und damit doch noch eine für das Publikum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-73065727133147996?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/73065727133147996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/12/aus-fur-die-sz-beilage-plusz-wirkungen.html#comment-form' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/73065727133147996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/73065727133147996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/12/aus-fur-die-sz-beilage-plusz-wirkungen.html' title='Aus für die SZ-Beilage PluSZ – Wirkungen zwischen Niedergang und Chance'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-8292346609807171672</id><published>2011-11-28T11:54:00.004+01:00</published><updated>2011-11-28T12:28:25.132+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Tonne'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazztage Dresden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gonzalo Rubalcaba'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dresden-Debüt'/><title type='text'>Gonzalo Rubalcaba debütierte in Dresden schon 1992 – natürlich in der »Tonne«</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-gcPXZmp6MDk/TtNvwDPK_3I/AAAAAAAAFXc/aWICQKHO2nQ/s1600/Rubalcaba%2BDNN-end.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 279px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-gcPXZmp6MDk/TtNvwDPK_3I/AAAAAAAAFXc/aWICQKHO2nQ/s400/Rubalcaba%2BDNN-end.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5680006426337673074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Dresdner Neueste Nachrichten, 5. Juni 1992, Seite 10, Ausriss)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die diesjährigen Dresdner Jazztage lockten das Publikum auch mit einem besonderen Angebot. Auf der Webseite des Veranstalters wurde behauptet, der Pianist Gonzalo Rubalcaba gäbe zur Piano-Nacht am 10. November 2011 sein &lt;a href="http://www.jazztage-dresden.de/de/programm/veranstaltung/piano_nacht/"&gt;»Dresden-Debüt« (Web Site aufgerufen am 28. November 2011)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das jedoch ist falsch. Der Kubaner spielte bereits etwa 19 Jahre früher erstmals in Dresden, natürlich in der »Tonne«!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übersehen oder gar vergessen konnte man den damaligen Dresdner Auftritt Gonzalo  Rubalcabas am 3. Juni 1992 nicht, denn das Konzert war sogar als »Highlight des Monats« ausgewiesen. &lt;br /&gt;Geplant war die Show des 1963 in Havanna geborenen kubanischen Starpianisten im Trio zusammen mit dem Bassisten Charlie Haden und dem Perkussionisten Julio Baretto. Doch die beiden Mitmusiker sagten urplötzlich wegen einer kurzfristigen Erkrankung Hadens ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das auf diese Weise zum Solo-Auftritt gewordene Konzert sorgte für Begeisterungsstürme und erhielt eine überschwängliche Presse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dresdner Neuesten Nachrichten nahmen Bezug auf den krankheitsbedingten Wegfall Hadens und feierten Rubalcaba in der Ausgabe vom 5. Juni 1992 mit der Überschrift »Rubalcaba braucht keinen Haden – Faszinierendes Konzert des Kubaners in der Tonne«. &lt;br /&gt;Und der Rezensent weiter: »Getragenes, Wohlüberlegtes, eindeutig Akzentuiertes war die Stärke des Spiels des Kubaners. Langsam fallende Melodielinien, die häufig von energischen Stopps aufgefangen wurden, kennzeichneten nicht selten die meist ins Moll sich entwickelnden Stücke. Ernsthaftigkeit und Kalkül überwogen bei weitem das Spielerische, und dennoch entstand nie der Eindruck des Konstruierten. ... Wie faszinierend Rubalcaba die Balance zwischen Ambition und Vergnügen hielt, zeigte sich auch an seinem Umgang mit musikalischen Zitaten. Während andere Musiker Zitate nutzen, um mit dem zu Klang gewordenen Wissen um die Jazzgeschichte zu brillieren, lässt Rubalcaba Zitate nur so kurz – man könnte fast ›impressionistisch‹ sagen – anklingen, dass sie eine eher atmosphärische Wirkung haben. ... «&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zur aktuellen Behauptung des Jazztage-Veranstalters. Der nämlich war 1992 noch kein Dresdner. Vielleicht suchte er nach einem Superlativ, um sein Rubalcaba-Konzert besser bewerben zu können. Vielleicht kam ihm dabei eine Denkweise des »Ersten, Größten, Besten« am nächsten. Vielleicht hat er einfach angenommen, der Pianist könne früher ja noch gar nicht in Dresden gewesen sein. Vielleicht hat er sogar beim Agenten des Künstlers nachgefragt, der ihm das vielleicht sogar bestätigte. Vielleicht fand diese Behauptung auf diese Weise den Weg ins Werbematerial. Von hier wird unkritisch übernommen, schnell formuliert, nachgeplappert – von Journalisten, die die Dresdner Szene von 1992 ebenfalls nicht aus eigenem Erleben kennen konnten … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so erhält eine Falschmeldung den Status einer seriösen Information – eigentlich von niemandem so recht verschuldet. Zum Vorteil für die einen und zum Nachteil für die anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ein kommerziell arbeitender Veranstalter viel Geld in die Hand nimmt, um gute Musik in die Stadt zu holen, ist keine schlechte Sache. Dass aber früher wie heute auch gemeinnützige Vereine hart arbeite(te)n, um mit sehr geringen Finanzmitteln künstlerisch Exzellentes und Innovatives ans Licht der Öffentlichkeit zu heben, sollte auf keinen Fall vergessen oder gar verschwiegen werden. &lt;br /&gt;Im Gegenteil: Gerade das sollte besonders herausgehoben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch diese Vereine – in diesem Falle auch die »Tonne« – spüren ständig die Folgen ihres Handelns. Sie können die schnell steigenden Gagen ihrer »Entdeckungen« nicht mehr bezahlen – die öffentlichen Meriten erhalten nicht selten andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-8292346609807171672?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/8292346609807171672/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/11/gonzalo-rubalcaba-debutierte-in-dresden.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8292346609807171672'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8292346609807171672'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/11/gonzalo-rubalcaba-debutierte-in-dresden.html' title='Gonzalo Rubalcaba debütierte in Dresden schon 1992 – natürlich in der »Tonne«'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-gcPXZmp6MDk/TtNvwDPK_3I/AAAAAAAAFXc/aWICQKHO2nQ/s72-c/Rubalcaba%2BDNN-end.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-3341256259761064939</id><published>2011-10-21T09:20:00.005+02:00</published><updated>2011-10-21T09:31:34.235+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Programmkino Ost'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Körners Corner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Andreas Körner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bohdan Sláma'/><title type='text'>Exquisites für Kino-Freunde: Andreas Körner im Gespräch mit Bohdan Sláma</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-DITFu7L2WTg/TqEfTL5j0WI/AAAAAAAAFWc/Vs_Hsjt5pWU/s1600/koernerscorner500x.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 140px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-DITFu7L2WTg/TqEfTL5j0WI/AAAAAAAAFWc/Vs_Hsjt5pWU/s200/koernerscorner500x.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5665844220680982882" /&gt;&lt;/a&gt;Am Sonntag, den 23. Oktober 2011, gibt es im Dresdner Programmkino Ost etwas wirklich Exqusites:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der neuen Veranstaltungsreihe KÖRNERS CORNER erleben wir ab 17.30 Uhr den bekannten Kultur- und Filmjournalisten Andreas Körner im Gespräch mit dem tschechischen Regisseur Bohdan Sláma. Eine einmalige Gelegenheit, direkt und authentisch mehr über die Arbeit dieses Regisseurs der mehrfach preisgekrönten (aber selten gespielten) Filme »Der Dorflehrer« und »Die Jahreszeit des Glücks« zu erfahren und ihm auch persönlich zu begegnen.&lt;br /&gt;Genaueres &lt;a href="http://programmkino-ost.de/v3/index.php?page=va&amp;va_id=12903"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuvor und danach kann man sich noch einmal (oder erstmalig) die beiden wichtigsten und wirklich beeindruckenden Sláma-Filme anschauen, die durch einen feinsinnigen, schmerzenden, warmherzigen, melancholisch anmutenden Realismus bestechen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15 Uhr: &lt;a href="http://programmkino-ost.de/v3/index.php?page=va&amp;va_id=12905"&gt;»Der Dorflehrer«&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19.30 Uhr: &lt;a href="http://programmkino-ost.de/v3/index.php?page=va&amp;va_id=12904"&gt;»Die Jahreszeit des Glücks«&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles sehr empfehlenswert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-3341256259761064939?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/3341256259761064939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/10/exquisites-fur-kino-freunde-andreas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3341256259761064939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3341256259761064939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/10/exquisites-fur-kino-freunde-andreas.html' title='Exquisites für Kino-Freunde: Andreas Körner im Gespräch mit Bohdan Sláma'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-DITFu7L2WTg/TqEfTL5j0WI/AAAAAAAAFWc/Vs_Hsjt5pWU/s72-c/koernerscorner500x.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-6392936019774505098</id><published>2011-10-17T08:06:00.010+02:00</published><updated>2011-10-17T08:23:25.911+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Libeskind'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Holzer Kobler'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Militärhistorisches Museum'/><title type='text'>Vom Armeemuseum zur Antikriegs-Show</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Was und wer hinter der neuen Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums steckt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-CuHDdx6V6Cs/TpvHT_u4LXI/AAAAAAAAFWQ/vEqS5_vUOt8/s1600/HGMerz_BarbaraHolzer_2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-CuHDdx6V6Cs/TpvHT_u4LXI/AAAAAAAAFWQ/vEqS5_vUOt8/s400/HGMerz_BarbaraHolzer_2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5664340102688025970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Waren zuständig für Konzeption und Gestaltung der neuen Ausstellung des Militärhistorischen Museums in Dresden: Barbara Holzer und HG Merz. – Foto: HG Merz Architekten Museumsgestalter / Lukas Veltrusky)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Berg an Aufgaben für die Ausstellungsmacher des Militärhistorischen Museums schien gigantisch. Etwa 8000 Exponate, von ganz kleinen bis zu sehr großen, von der kleinsten Anstecknadel über die Feldpostkarte bis zur »V-2« und einer Raumkapsel, mussten zu einer auf 10.000 Quadratmetern Fläche präsentierten Ausstellung komponiert werden, die der Besucher auf einem über 1350 Meter langen Rundgang »erlaufen« kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konzeption und Gestaltung lagen in der Verantwortung eines externen Teams, das nach einem Wettbewerbsverfahren gefunden wurde: die Arbeitsgemeinschaft HG Merz Architekten Museumsgestalter und Holzer Kobler Architekturen erhielt dafür den Zuschlag. »Aufgabe war es«, so Barbara Holzer, eine der beiden Chefs von Holzer Kobler Architekturen, »die inhaltliche Neuausrichtung des Museums in ein räumliches, mit dem Gebäude korrespondierendes Konzept zu übersetzen und als Ausstellung zu inszenieren. «&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein die Sichtung der im bisherigen Museum vorhandenen Objekte und die Überlegungen zu deren Eignung für die künftige Ausstellung erforderten in den Jahren 2006 und 2009 zwei ausführliche, je mehrere Monate dauernde Analyserundgänge durch den Bestand der Objekte. Daran anknüpfend folgten die – zunächst gedankliche – Anordnung all dieser Exponate in Vitrinen, auf weiteren Präsentationsplattformen und die Zuordnung zu Räumen nach vorgegebenen »Drehbüchern«, die Auswahl und die Beschaffung von Ergänzungsexponaten (wenn die vorhandenen Objekte für die Realisierung einer Idee nicht genügten) sowie das Entwickeln von technischen Machbarkeitsideen. Das Gewicht eines Panzers musste baustatisch ebenso berücksichtigt werden wie logistisch der Transport einer etwa 14 Meter hohen V-2 innerhalb der Gänge und Treppen. &lt;br /&gt;Auch die Beschriftung von mehreren tausend räumlich-geometrisch völlig verschiedenartigen Exponaten ist eine Mammutaufgabe, die organisiert sein wollte – insbesondere, da die dazugehörigen Texte nicht einfach schon vorlagen, sondern teilweise im Kampf zwischen Formulierungskürze und Erklärungsehrgeiz den wissenschaftlichen Partnern abgerungen werden mussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze war in planerischer, organisatorischer und ausstellungsbaulicher Sicht eine Herausforderung, vor der hier in Dresden in dieser Weise wohl noch kein anderes Museum stand. Für den Erfolg war Barbara Holzer zufolge »der intensive Austausch und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten über mehrere Jahre hinweg entscheidend«. Zu denen gehörte, so Holzer, neben den Ausstellungsgestaltern, Architekten und dem Museumsteam auch ein wissenschaftlicher Beirat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Herausforderung war auch die veränderte Grundaussage der nunmehrigen Ausstellung im Vergleich zur früheren. Es ist nun kein »Armeemuseum« mehr. Aber ist es ein »Antikriegs-Museum«? Barbara Holzer: »Diese besondere Darstellung der Militärgeschichte als Teil der Kulturgeschichte lässt sich schwer einordnen, da es nicht mit einem klassischen historischen Museum und auch nicht mit einem typischen militärgeschichtlichen Museum vergleichbar ist.« Der von Daniel Libeskind entworfene Neubau (Keil) habe dabei ganz einzigartige Möglichkeiten geboten, unkonventionell zu arbeiten, beispielweise durch die sogenannten vertikalen Vitrinen, die großformatige Exponate und Blickbeziehungen zwischen den verschiedenen Themenbereichen ermöglichen.&lt;br /&gt;Konsequenz des jetzigen Konzeptes ist, dass nun auch Fragen aufgeworfen werden. Ist die attraktive Antikriegs-Show der Schafspelz um den oder der Spiegel vor dem Wolf? Oder verdeutlicht sie, dass der Wolf eigentlich ein Schaf ist? Fragen, die das Vorgängermuseum nicht provoziert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Büro Holzer Kobler Architekturen aus Zürich gehört zu den international anerkannten Architekturbüros mit einem breit gefächerten Tätigkeitsfeld, das von Städtebau und Architektur bis zu Szenografie und Ausstellungsgestaltung reicht..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Erfolgen der letzten Jahre zählen unter anderem das mehrfach ausgezeichnete Besucherzentrum und Aussichtsturm Arche Nebra (2007), mit dem das Büro in Deutschland bekannt wurde, sowie die Dauerausstellungen des Weltnaturerbes Grube Messel (2010). Darüber hinaus gehören zu den Erfolgen in der Schweiz die neue Dauerausstellung im Schweizerischen Landesmuseum (2009) sowie die städtebauliche Planung und Umsetzung für das Suurstoffi Areal in Risch-Rotkreuz mit Funktionen wie Verkauf, Wohnen, Büro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Dies ist ein im Auftrag der Dresdner Neuesten Nachrichten geschriebener Beitrag, der dort auch – leicht gekürzt – in der Ausgabe vom 15./16. Oktober 2011 erschienen ist. Hier der vollständige Text.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-6392936019774505098?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/6392936019774505098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/10/vom-armeemuseum-zur-antikriegs-show.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6392936019774505098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6392936019774505098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/10/vom-armeemuseum-zur-antikriegs-show.html' title='Vom Armeemuseum zur Antikriegs-Show'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-CuHDdx6V6Cs/TpvHT_u4LXI/AAAAAAAAFWQ/vEqS5_vUOt8/s72-c/HGMerz_BarbaraHolzer_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-4343838408014615086</id><published>2011-07-05T17:14:00.011+02:00</published><updated>2011-07-06T09:01:25.094+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alchimistenschmaus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='August der Starke'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sophienkeller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sophienkirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sophie von Brandenburg'/><title type='text'>Wie der Dresdner Sophienkeller Werbung für Sachsen und Dresden macht</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-gpdljCxxgjk/ThMriy6B3oI/AAAAAAAAFVI/21v_CGrtWig/s1600/769px-Dresden_Zwinger_Kronentor_Sophienkirche_1880.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 312px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gpdljCxxgjk/ThMriy6B3oI/AAAAAAAAFVI/21v_CGrtWig/s400/769px-Dresden_Zwinger_Kronentor_Sophienkirche_1880.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5625888236296593026" /&gt;&lt;/a&gt;(Dresdner Sophienkirche 1880 – rechts – hinter dem Kronentor des Zwingers. Foto: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dresden_Zwinger_Kronentor_Sophienkirche_1880.jpg&amp;filetimestamp=20050224051209"&gt;Wikipedia/n/a&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ort der Handlung: Sophienkeller Dresden. &lt;br /&gt;Zeit: 4. Juli 2011. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa zwölf Personen waren zu einer Geburtstagsfeier in den dortigen »Alchimistenkeller« zum sogenannten Alchimistenschmaus eingeladen – bekommen haben sie nachlässig und unprofessionell dargebotenen Lieblosfraß und ein schmerzendes Beispiel für dummdreiste Geschichtsvermittlung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das Essen:&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der »&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Salat&lt;/span&gt;« bestand ganz überwiegend aus rohen Gemüsestücken (Tomate, Zucchini, Gurke), die in eine halbe Paprikaschote gestopft waren. Drumherum das übliche Billig-Allerlei aus ein paar Oliven und eingelegten Peperoni aus dem Glas oder der Plastikpackung. Zwar auf der Karte extra hervorgehoben, befand sich auf meinem Teller lediglich eine einzige, in Ringe zerfallene Scheibe einer roten Zwiebel. Das Ganze war der »Salat« …  Zur Erinnerung: Der Begriff »Salat« kommt vom französischen »salade« oder dem italienischen »insalata« her und bedeutet ursprünglich »eingesalzen«, also mit Salz haltbar gemachte oder – im erweiterten Sinne – gewürzte, angemachte Speise. Eine »köstliche Salatsoße« – wie auf der Karte versprochen – war jedoch nirgends auf dem Tisch zu sehen, auch Olivenöl und Essig nicht, Pfeffer- und Salzstreuer funktionierten nur kläglich bzw. waren leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Suppe&lt;/span&gt; im Brotteller (halb Blumenkohl – weiß, halb Broccoli – grün) in den »sächsischen Landesfarben« war genießbar, wenngleich leicht versalzen, und erinnerte an den Geschmack von Brühwürfeln. Trotzdem fühlt man sich für dumm verkauft, denn zu Lebzeiten Augusts des Starken, um die es thematisch überall im Sophienkeller geht, waren Schwarz und Gelb die sächsischen Landesfarben; erst nach 1815 erhielt das Königreich Sachsen die Farben Weiß-Grün …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Hauptgang&lt;/span&gt;? Der stand nach einer »Führung« der Gäste durch den Sophienkeller bereits auf  den Essensplätzen, kalt statt – wie die Karte verspricht – »heiß serviert«. Die am Spieß befindlichen Wildmedaillons waren zudem keineswegs immer weich und saftig. In der Mitte des Tisches lagerte eine riesige Pfanne wie bei einer Soldatenfütterung im Feldlager, sie enthielt verschiedene fad schmeckende Gemüse und Sättigungsbeilagen in einer solch großen Menge aufgehäuft, dass – nach den Brottellern der Suppe spätestens jetzt – der Eindruck entstand, der Sophienkeller hätte einen Vertrag mit einer Schweinemästerei. Dass der Nachtisch aus ein paar Früchten und einer klebrigen, eklig übersüßen Schokomasse bestand, die weit entfernt von den Standards einer »heißen Schokolade« war und nie flüssig wurde, weil die Teelichter immer wieder erloschen, soll noch erwähnt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die »Führung«:&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch einmal zurück zur ominösen »Führung« durch die Gewölbe des Sophienkellers … Was da Kellnerin »Magd Martha« von sich gab, war an Dummdreistigkeit nicht zu überbieten. Der Sophienkeller sei nach der früheren Sophienkirche benannt. So weit, so gut. Die Sophienkirche sei im Krieg so sehr zerstört worden, dass sie unmöglich wieder aufgebaut werden konnte. Hier traute man seinen Ohren nicht. Nicht wieder aufgebaut werden konnte? Kein Wort davon, dass diese bedeutende Kirche – sie war das letzte mittelalterliche Gebäude Dresdens – nach 1945 durchaus hätte gerettet werden können, dass es nationale und internationale Proteste gegen den von der SED-Politik verordneten Abriss gegeben hatte und dass heutzutage nur wenige Meter vom Sophienkeller entfernt mit dem Bau der Gedenkstätte Bußmannkapelle an den barbarischen Abriss der Sophienkirche erinnert wird. Die »Magd Martha« als Gesinnungsvollstreckerin altstalinistischer Propaganda … Als »Martha« dann kühn erklärte, die Kirche habe ihren Namen nach einer Heiligen namens Sophia erhalten (in Wirklichkeit war die Kurfürstenwitwe Sophie von Brandenburg Namenspatronin des Gotteshauses), war das Maß eigentlich schon übervoll… Dass es dann noch dicker kam, konnte man nur noch mit bitterem Humor ertragen. August der Starke sei die einzige Figur, die im Fürstenzug den Betrachter direkt anschaue (vom Gegenteil kann sich jeder Betrachter überzeugen), er habe ja nur ans Fressen und Saufen gedacht, sich aber um Politik und militärische Stärke nicht gekümmert. Deswegen habe er sein großes Festlager in Zeithain abgehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Gutes hatte der Abend dennoch: Nun wissen wir, welches Bild von Dresden und der sächsischen Vergangenheit den Touristen vermittelt wird. Gastronomisch, kulturell, historisch. &lt;br /&gt;Darauf dann doch ein Radeberger (das dort, selbstgezapft, im Laufe der Stunden immer wärmer wurde)! Prost!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-4343838408014615086?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/4343838408014615086'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/4343838408014615086'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/07/wie-der-dresdner-sophienkeller-werbung.html' title='Wie der Dresdner Sophienkeller Werbung für Sachsen und Dresden macht'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-gpdljCxxgjk/ThMriy6B3oI/AAAAAAAAFVI/21v_CGrtWig/s72-c/769px-Dresden_Zwinger_Kronentor_Sophienkirche_1880.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-7346016579172674785</id><published>2011-03-07T11:49:00.007+01:00</published><updated>2011-03-07T12:17:38.370+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dresden-Botschafter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dynamo Dresden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadionmiete'/><title type='text'>Dynamo als Dresden-Botschafter, nicht als unseriösen Krawall-Klub sehen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-9i1IAEBwads/TXS4U9IWRTI/AAAAAAAAFDM/wTqHxgBpT0I/s1600/dynamo.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 398px; height: 299px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-9i1IAEBwads/TXS4U9IWRTI/AAAAAAAAFDM/wTqHxgBpT0I/s400/dynamo.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581288508365358386" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Quelle: &lt;a href="http://www.dynamo-dresden.de"&gt;Dynamo Dresden&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sommer 2009. Im bulgarischen Weliko Tarnowo versuche ich dem etwa 35-jährigen Besitzer der kleinen Pension zu erklären, woher ich komme: »Dresden.« – »Ah – Dynamo Dresden!«, war die strahlende Antwort. &lt;br /&gt;Ähnliches lief einige Tage später im albanischen Shëngjin ab – »Oh, Dynamo Dresden!« rief der junge Mann, diesmal keine dreißig, spontan aus, als ich seine Frage nach meiner Heimatstadt beantwortete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dresden ist eine kleine Stadt, aber auch München ist in Amerika, Südafrika oder Asien nicht wegen der Pinakotheken und der Oper bekannt, sondern – ob das dem Kunstliebhaber nun gefällt oder nicht – wegen des Hofbräuhauses und Bayern München.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man es in Sachsens Kleinresidenz ernst meint mit einem zukunftsorientierten Dresdner Selbstverständnis und einem schlüssigen Marketingkonzept, sollte man Dynamo Dresden nicht wie ein ungeliebtes Stiefkind behandeln, dem man unwillig und unter Drohungen aus der Patsche hilft. Man sollte den Verein ernst nehmen, dessen Möglichkeiten positiv sehen, dessen Arbeit wohlwollend aktiv mitgestalten und unterstützen sowie dessen Potenzial als weltweiten Dresden-Botschafter erkennen und nutzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zunächst gedanklich zwei Jahre zurück. Die Dynamos hatten 2009 – trotz damals schlechter Platzierung – mit etwa 13.500 den besten Zuschauerdurchschnitt in der 3. Liga; mit diesem Wert hätten sie in der 2. Bundesliga fast einen Mittelplatz in der Zuschauerstatistik belegen können. Das zeugt von der hohen Verbundenheit der Dresdner mit ihrer Mannschaft. Und es zeigt, welche Potenzen Dynamo auf dem erwünschten Weg nach oben hat, die auch zugunsten der Stadt genutzt werden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es schien absurd, dass trotz dieser Rekordwerte die Existenz der Profimannschaft immer wieder gefährdet war – weil die Stadt Dresden dem „eigenen“ Verein, der sich zu einem international erfolgreichen Dresden-Botschafter hätte entwickeln können, die Luft zum Atmen abdrückte, denn für die Nutzung des Dynamo-Stadions (mittlerweile »Glücksgas-Stadion«) wird eine Miete verlangt, die mehr als zehnmal so hoch ist wie der Durchschnitt in der 3. Liga (Stand 2009 – Angaben nach &lt;a href="http://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&amp;site=news_detail&amp;news_id=3812"&gt;Stadionwelt&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die damals vom Finanzbürgermeister Vorjohann aufgemachte Forderung, man müsse die durch das neue Stadion ermöglichten Mehreinnahmen dagegen rechnen, erinnert an realsozialistische Wirtschaftspolitik. Mehreinnahmen waren in der DDR nach oben abzuführen und konnten nicht für eigene Investitionen genutzt werden. Die Betriebe konnten strampeln wie sie wollten, eine reale Chance hatten sie nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass solche Mehreinnahmen Dynamo-geboren sind, ist allein schon angesichts der großen Zuschauerzahlen klar. Und dass Dynamo mehr Einnahmen dringend benötigt, vor allem für Investitionen im sportlichen Bereich, wird gerade jetzt deutlich, da – wie es aussieht – kaum ein zweitligatauglicher Spieler bei Dynamo gehalten werden kann; zum jetzigen Zeitpunkt (4. März 2011) ist Strifler bereits weg, und Hübener, Esswein, Schahin, Jungwirth und Fiél sind wohl kaum zu halten. Das hieße: Die Tretmühle der dritten Liga ginge weiter – für alle Beteiligten, auch für die Stadt, eine Sisyphos-Arbeit und ein finanzieller Balanceakt. Aber erst wenn Dynamo konstant zum vorderen Drittel der 1. Bundesliga gehört, kann der Verein seine Dresden-Botschafter-Funktion sogar weltweit erfüllen, gleichzeitig aber eine Stadionmiete wie im Fußball-Oberhaus üblich zahlen – beides zugunsten der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterdessen hat sich Anfang März 2011 etwas getan: Die Stadt Dresden will für die kommenden zwei Spieljahre jährlich 3,29 Millionen Euro zu den Mietkosten für das Glücksgas-Stadion »zuschießen«. Das ist jährlich eine Million mehr als bisher, was für Dynamo Entwicklungsmöglichkeiten schafft, die nun verantwortungsvoll und zügig genutzt werden müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz dieser positiven Nachricht bleiben Zweifel: Noch immer klingt in den Diskussionen die Auffassung durch, hier werde einem unseriösen Krawallklub aus der selbstverschuldeten Patsche geholfen, und dies ungern und wegen der vorhandenen Zwänge nur notgedrungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ginge es nach einigen Stadtpolitikern, würden Dresdner, in Albanien, Bulgarien, Italien, Südafrika oder den USA nach ihrem Woher befragt, sogar 2020 noch die niederschmetternde Gegenfrage zur Antwort erhalten: »Dresden – what fucking jerkwater town is it?« Und ein paar Freizeitkicker mit dem D auf der Brust würden in der Stadtliga dem Ball hinterher rennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Juni 2020. Hotel »Malibran« in Venedig, Hotel »Bairro Alto« Lissabon, beim Ökobauernhof Abram auf dem slowenischen Nanos, im Gastraum des Valtelehofs im Südtiroler Passeiertal, im Café »Mondial« in Tirana, im »Magnaura«-Café in Istanbul, ja sogar in der Pförtnerloge eines Londoner Parkhauses – überall flackern und leuchten auf den Fernsehbildschirmen im Sportprogramm ein und dieselben Bilder: Man sieht den Dresdner Altmarkt, vollgestopft mit zehntausenden jubelnden Menschen, im Hintergrund der Balkon des Kulturpalastes, auf dem die Dynamo-Spieler den Meisterpott hochhalten, und der 74-jährige Guus Hiddink ruft nach seinem allerletzten Spiel als Trainer mit sich vor Freude überschlagender Stimme ins Mikrofon: »Heute sind wir die Besten von Deutschland, und nächstes Jahr – vielleicht – von ganz Europa!« Dann geht seine Stimme im Jubellärm unter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-7346016579172674785?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7346016579172674785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7346016579172674785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2011/03/dynamo-als-dresden-botschafter-nicht.html' title='Dynamo als Dresden-Botschafter, nicht als unseriösen Krawall-Klub sehen'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-9i1IAEBwads/TXS4U9IWRTI/AAAAAAAAFDM/wTqHxgBpT0I/s72-c/dynamo.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-3705956466830344410</id><published>2010-10-27T15:20:00.006+02:00</published><updated>2010-10-27T15:29:34.722+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eric Ross'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Günter Heinz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mary Ross'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Festival Frei Improvisierte Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blaue Fabrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Theremin'/><title type='text'>Theremin- und Video-Avantgarde in Dresden</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Am 4. November konzertieren Eric und Mary Ross mit Günter Heinz in der Blauen Fabrik&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TMgnoeDLAOI/AAAAAAAAE_c/vUeDFL9RQOU/s1600/MaryRoss+Selfportrait_self-1979.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 396px; height: 297px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TMgnoeDLAOI/AAAAAAAAE_c/vUeDFL9RQOU/s400/MaryRoss+Selfportrait_self-1979.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532715718439272674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Mary Ross: Self Portait, Cibachrome Photograph, 1979)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Kunstavantgardisten Eric und Mary Ross kommen aus den USA nach Dresden.  Am 4. November 2010 (20 Uhr) treten der Theremin- und Elektronik-Vorreiter und die Foto- und Video-Künstlerin gemeinsam mit dem Posaunisten Günter Heinz in der Blauen Fabrik auf. Das Konzert gehört zur zweiten Staffel des 2010-er Festivals Frei Improvisierter Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der als Elektronik-Legende geltende Eric Ross realisiert seit mehreren Jahrzehnten weltweit gemeinsam mit seiner Frau Multi-Media-Konzerte mittels Klavier, Gitarre, Synthesizern, Theremin und Video-Art. Dabei war es für beide von Anfang an selbstverständlich, dass es Fortschritt in der Kunst und eben auch in der Musik nicht durch die Vermeidung von moderner Technik, sondern nur durch die angemessene Nutzung und Einbeziehung neuer Technik geben kann. Ross war schon in frühen Jahren ein persönlicher Freund des Erfinders Robert Moog, dessen Neuentwicklungen auf dem Gebiet elektronischer Instrumente (Moog-Synthesizer) er aus erster Hand erhielt und in seine Klangwelten einbaute. Auch die Nutzung des allerersten „elektronischen“ Instrumentes überhaupt, des Theremins, belegt Erics Grundhaltung, für die er überall anerkannt und gar geehrt wird. So war er Master Teacher beim First International Theremin Festival, und er schrieb auch Kompositionen für Theremin – sowohl für das Instrument solo als auch eine Overtüre für sage und schreibe 14 Theremins! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik, die in Dresden vorgestellt wird, ist improvisiert, enthält aber durchaus Elemente nicht nur des Jazz, sondern auch der Klassik, der seriellen Musik und der zeitgenössischen Avantgarde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Video-Kunst von Mary Ross, die zur Musik projiziert wird, ist nach den musikalischen Abläufen und Strukturen ausgewählt, arrangiert und organisiert. Mary Ross gilt als Pionier der Digitalfotografie. Bereits in den frühen siebziger Jahre nutzte sie Video-Technik und Computer, um Fotos – also Digitalfotokunst – zu schaffen. Viele dieser einzigartigen Werke befinden sich in Kunstsammlungen, Bibliotheken und Galerien weltweit, von Paris, Zürich, Cambridge, Kopenhagen und New York.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seinem Konzept der „Wetware Trombone“ entwickelte Günter Heinz schon vor knapp zwanzig Jahren einen spezielle Spielweise des Instruments Posaune, mit der er neue Klangräume erkundet. Das erreicht der Künstler mittels neuer Spieltechniken, wie etwa dem Ansaugen von Tönen, durch die Verwendung von elektronischen Transformationen, aber auch durch das Spiel in speziellen Räumen, wie etwa in Kirchen, unterirdischen Hohlräumen, ja sogar unter Wasser. Angeregt durch seine Konzerte in den Toscana-Thermen in Bad Sulza und Bad Schandau entstand seine Idee, die dort gefundenen Klänge mit denen des Theremin zu verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Eric Ross fand Günter Heinz einen Virtuosen dieses Instruments. Dass beide über Erfahrungen nicht nur in der freien Improvisationsmusik, sondern auch im neuen Jazz  verfügen, könnte dem Konzert einen weiteren Zusammenhalt geben. Denn Eric Ross war auch im Jazz erfolgreich, er spielte mit solchen Größen wie John Abercrombie, Larry Coryell, Andrew Cyrille, Oliver Lake, Leroy Jenkins, Byard Lancaster und den Blues-Legenden Champion Jack Dupree, Lonnie Brooks, Sonny Terry, Brownie McGhee and BB King. Auftritte beim Jazzfestival in Montreux und beim North Sea Jazz Festivals waren Meilensteine seiner Karriere. Dass Ross Gastmusiker auf AQi Fzono's „Cosmology“-CD war, angeblich der meistverkauften Platte in Japan überhaupt, soll nicht unerwähnt bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Festival Frei Improvisierte Musik“, Teil 2, &lt;br /&gt;Blaue Fabrik, Donnerstag, 4. November 2010 (20 Uhr)&lt;br /&gt;Günter Heinz, Eric Ross, Mary Ross&lt;br /&gt;Karten zu 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) an der Abendkasse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-3705956466830344410?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3705956466830344410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3705956466830344410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/10/theremin-und-video-avantgarde-in.html' title='Theremin- und Video-Avantgarde in Dresden'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TMgnoeDLAOI/AAAAAAAAE_c/vUeDFL9RQOU/s72-c/MaryRoss+Selfportrait_self-1979.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-1579340148836003515</id><published>2010-09-20T12:48:00.004+02:00</published><updated>2010-09-20T12:55:29.339+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wende'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jürgen Haufe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Andreas Körner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Broschüre'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kerstin Hübsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathias Bäumel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stasi'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Neue Tonne'/><title type='text'>Haben die Jazzer gekniffen?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TJc86fQK3QI/AAAAAAAAE-0/BsgFTnFK1Ws/s1600/Umschlad_Wendebuch.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 162px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TJc86fQK3QI/AAAAAAAAE-0/BsgFTnFK1Ws/s200/Umschlad_Wendebuch.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5518946843885231362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Jazzclub Neue Tonne veröffentlicht eine Broschüre zum Wende-Jazz in Dresden&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist zweifelsohne der bessere Weg: Erinnern und überlegen statt polemisieren und denunzieren. Schon Titel und Untertitel stecken den Rahmen für eine  Broschüre ab, die jetzt vom Jazzclub Neue Tonne vorgelegt wird und sich mit dem „Jazz in Dresden rund um die politische Wende“ beschäftigt. „Streiflichter – Erinnerungen und Überlegungen“ sind die gerademal 55 Seiten benannt. Kein brisantes Enthüllungswerk ist es geworden, sondern das übersichtliche Bündeln von übersichtlichen Ereignissen, gipfelnd im Jahr 1989. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viviane Czok-Gökkurt, die zum Thema eine hier Grundlage bildende Magisterarbeit verfasst hat, und der Dresdner Journalist und Jazzkenner Mathias Bäumel streifen als Textautoren im wahrsten Sinne des Wortes das, was den Klassiker Jazz im Veranstaltungsgeschehen populärer Musik der Spät-DDR ausgemacht hat, wie er sich über die brisanten Wochen hinweg präsentierte und wohin er führte. Das Vorhaben wurde maßgeblich vom Hannah-Arendt-Institut gefördert, allzu neue Erkenntnisse über den „Totalismus“ dürften dabei ausgeblieben sein. Und so wird „Streiflichter“ selbst zum Streiflicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helmut Gebauer, Vorsitzender des Neue-Tonne-e.V., gelingt es auf vortreffliche, nahezu essayistische Art, in seinem Vorwort das Ansinnen des Projekts mit weiter greifenden Gedanken zu untersetzen, vor allem auch, wenn er schließt: „Neigt der Jazz zu unpolitischem Ästhetizismus? Darüber sollten wir nachdenken.“ Denn auf den folgenden Seiten wird deutlich, dass sich die meisten aktiven Jazzer aus allen, Mut erfordernden politischen Aktivitäten der „heißen Tage“ herausgehalten haben. Die mittlerweile legendäre September-Resolution von Populär-Kulturschaffenden der DDR sah so gut wie keine Jazzmusiker unterzeichnen, aus Dresden nicht einmal Musiker. Wobei der Gerechtigkeit halber erwähnt werden muss, dass in den Wohnungen von Unruhigen sehr wohl an eigenen, den Geist der Berliner Kollegen unterstützenden Stellungnahmen gearbeitet wurde, so besonders im Umfeld der Rockband Zwei Wege. Haben die Jazzer gekniffen? Man sollte sie danach fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Streiflichter“ gliedert sich in das Auflisten politischer, zumeist auf Dresden bezogener Fixpunkte und untersetzt diese mit Bezügen, wenn möglich, zum Jazz, aber durchaus auch zum Privaten. Die Edition schlägt eine Brücke von 89er Veranstaltungen in der Tonne hin zu 2009, als das Projekt „Wendejazz“ mit zwei thematischen Konzerten und einer Ausstellung initiiert wurde. Das Büchlein verlagert relevante Diskussionen und Gespräche zurück auf die vor allem persönliche Ebene. Es ist wohl der beste Weg  in einem Land, das sich in Sachen gepflegter Streitkultur kaum von der Stelle bewegt. Jetzt, 20 Jahre danach, wo die meisten, die es wirklich wollten, ihre „Akte(n)“ gesehen, Klarnamen entdeckt und autonom ihre Entscheidung getroffen haben, was sie damit anfangen wollen. Insofern ist jene Stelle etwas unglücklich, da im Versuch, Strukturen der Stasi-Infiltrierung des Kulturbetriebs zu benennen, doch noch zwei IM quasi als Ross und Reiter gleichermaßen auftauchen, während andere mit einem „XY“ eher angemessen davonkommen. Das wäre verzichtbar gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne die inhaltlichen Aspekte gering zu schätzen: Eine wunderbare Aufwertung bekommt „Streiflichter“ durch die Optik. Bis auf eine Ausnahme sind von den 1989er Tonne-Veranstaltungen keine Fotos mehr vorhanden. Einer, der zu dieser Zeit viel fotografiert hat, der zudem als Zuhörer im guten Sinne Jazz war, ließ seine Arbeiten vernichten, bevor ihn eine schwere Krankheit 1999 in die Knie zwang: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Haufe"&gt;Jürgen Haufe, Grafiker, Maler&lt;/a&gt;. Undatierte, unsignierte und bislang unveröffentlichte Skizzen wurden von &lt;a href="http://www.grundsatz-grafikdesign.de/"&gt;Gestalterin Kerstin Hübsch&lt;/a&gt; im guten Sinne zusammengepuzzelt, so, dass sie weit mehr als illustrieren, sondern das gesamte Konzept mittragen. Denn, was anders als Streiflichter hat der großartige Künstler und Mensch Haufe mit Papier und Bleistift geschaffen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andreas Körner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Streiflichter“ gibt es zum Preis von fünf Euro im Sweetwater Recordstore Dresden-Loschwitz sowie zu den Veranstaltungen im Jazzclub Neue Tonne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Das Original des Artikels erschien zuerst in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18./19. September 2010.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-1579340148836003515?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1579340148836003515'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1579340148836003515'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/09/haben-die-jazzer-gekniffen.html' title='Haben die Jazzer gekniffen?'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TJc86fQK3QI/AAAAAAAAE-0/BsgFTnFK1Ws/s72-c/Umschlad_Wendebuch.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-6984370680105448374</id><published>2010-09-07T16:09:00.003+02:00</published><updated>2010-09-07T16:16:30.553+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kundendienst'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Telekom'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Störung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Telefon'/><title type='text'>Vom Kundendienst der Telekom oder: Wie man jede Lust auf dieses Unternehmen verliert</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TIZIBH42f4I/AAAAAAAAE-k/BCAEXslrYK4/s1600/Telefon_R_by_Joujou_pixelio.de.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 264px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TIZIBH42f4I/AAAAAAAAE-k/BCAEXslrYK4/s400/Telefon_R_by_Joujou_pixelio.de.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514173977896320898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Kein Anschluss? Foto: &lt;a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=444694&amp;mode=search"&gt;Joujou/pixelio&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dresden, Montag, 6. September 2010. Der Tag eines freischaffenden Werbegrafikers und Buchgestalters begann - - - oder nein, er begann doch noch nicht richtig. Internet ging nicht, E-Mail-Empfang keiner, auch das Telefon war tot... Na ja, vielleicht eine kleine Störung, da mach ich unterdessen etwas anderes, dachte der Grafiker.&lt;br /&gt;Dann gegen zehn Uhr: Immer noch alles tot!&lt;br /&gt;Also doch die Telekom anrufen und die Störung reklamieren. Darum bat mich nun der Grafiker, denn dessen Telefon war ja tot und meins funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich mich durch automatisierte Fragen durchgehangelt habe, kommt die Automatenantwort, dass auf dem von mir angegeben Anschluss DSL zeitweise nur eingeschränkt zur Verfügung stehe und dass man daran arbeite. Okay, denke ich missmutig, und lege auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor elf Uhr geht immer noch nichts, ich rufe wieder an, hangele mich wieder durch die Automatenstimmenschleifen, höre, dass ein Problem bekannt sei und man daran arbeite und antworte mit „Ja“, als der Automat mich fragt, ob ich dennoch einen Kundenberater wünsche. Der geht nach längerem Warten bei unerträglicher Computermusik auch an den Apparat. Ja, es sei ein Problem in den Leitungen oder in Knotenpunkten, man habe schon mehrere Störungen in Dresden, wir müssten jedoch keinen Termin beim Grafiker vor Ort machen, an der in den Leitungsbereichen angesiedelten Störung werde gearbeitet. Wie lange das dauern würde, frage ich. Innerhalb von 24 Stunden müssen solche Störungen behoben sein, antwortet er. Nun gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends probiere ich immer mal wieder, rufe den Grafiker an – nichts, tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Folgetag, dem heutigen 7. September, teste ich neugierig gleich früh – nichts, immer noch alles tot. Die Zeit vergeht. Mittlerweile sind die 24 Stunden längst rum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von zehn Uhr bis zehn Uhr siebenundvierzig versuche ich nochmals von meinem Telefon aus, Hilfe zu bekommen. Vergebens. Wie am Vortag wieder die Automatenstimme. Die Störung sei bekannt, man würde mich benachrichtigen, wenn sie behoben wäre. Wiederum sage ich „Ja“ auf die computergenerierte Frage, ob ich dennoch einen Kundenberater wünsche, und dreimal quäle ich mich durch schier unerträgliche Klingel-Klangel-Synthesizer-Popmusik – jedes Mal, bis ich gestoppt werde mit der Computer-Ansage, dass alle Abfrageplätze besetzt seien und ich in einiger Zeit wieder anrufen solle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So geduldig ich auch bin, es steigt Wut in mir auf. Im Zeitraum elf Uhr vierzig bis elf Uhr fünfzig dasselbe Spiel, bis zum bitteren Ende – der Ansage mit den vollständig belegten Abfrageplätzen und dem Kappen der Verbindung... &lt;br /&gt;Mein Herz pocht, und ich muss an Lenin denken, der gesagt haben soll, der Terrorismus sei ein Produkt der Verzweiflung. - Aber: Ich bewahre Ruhe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwölf Uhr zwanzig versuche ich es noch einmal, und siehe da, zwölf Uhr achtunddreißig habe ich einen lebendigen Gesprächspartner am telefonischen „Abfrageplatz“. Der stellt fest, dass die Leitungen alle in Ordnung seien. Dass aber der Fehler möglicherweise zu einer Verstellung der Einstellungen der Telekom-Anlage im Büro des Werbegrafikers geführt haben könnte. Dies habe man dem Kunden ja mitteilen und ihm Anweisungen übermitteln wollen, wie er die Anlage wieder zurücksetzen könne, aber da sei schon ewig besetzt... – Was? Besetzt? Welche Nummer man denn angerufen habe die ganze Zeit, frage ich. - - - Kurzes Schweigen, darauf – erst leise, dann sich langsam zu Normallautstärke steigernd – nennt er genau die Nummer, die seit mehr als einen Tag gestört, also tot ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum jetzigen Zeitpunkt (etwa 16.15 Uhr) ist der Fehler noch nicht behoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(aufgeschrieben von M. B.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-6984370680105448374?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6984370680105448374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6984370680105448374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/09/vom-kundendienst-der-telekom-oder-wie.html' title='Vom Kundendienst der Telekom oder: Wie man jede Lust auf dieses Unternehmen verliert'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TIZIBH42f4I/AAAAAAAAE-k/BCAEXslrYK4/s72-c/Telefon_R_by_Joujou_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-5016822119085945785</id><published>2010-09-03T09:18:00.006+02:00</published><updated>2010-09-03T10:00:59.966+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sächsische Zeitung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Plakat'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='erweiterter Infinitiv mit zu'/><title type='text'>Sprachkünstler der Sächsischen Zeitung  haben Komma-Problem bei Plakat-Kampagne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TICnpjCpq4I/AAAAAAAAE-c/ssPdEmBAdRM/s1600/SZ_Klippel_gedreht.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TICnpjCpq4I/AAAAAAAAE-c/ssPdEmBAdRM/s400/SZ_Klippel_gedreht.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5512590276124322690" /&gt;&lt;/a&gt;Wie gut die Sächsische Zeitung ihr Metier - die Arbeit mit der Sprache – versteht, muss man hoffentlich nicht von diesem Plakat (SZ-Kampagne) ableiten ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Qualität heißt, immer noch besser werden zu wollen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Qualität heißt immer, noch besser werden zu wollen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Qualität heißt immer noch, besser werden zu wollen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei mögliche, durchaus verschiedene Bedeutungen - welche aber ist gemeint? Der Satz auf diesem Plakat jedenfalls ist falsch, denn ein Komma muss auf jeden Fall da irgendwo hinein! Aber wohin hätten es denn die Formulierungskünstler gern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B. / (Foto: M. B.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-5016822119085945785?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/5016822119085945785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/5016822119085945785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/09/blog-post.html' title='Sprachkünstler der Sächsischen Zeitung  haben Komma-Problem bei Plakat-Kampagne'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TICnpjCpq4I/AAAAAAAAE-c/ssPdEmBAdRM/s72-c/SZ_Klippel_gedreht.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-7661400445306499311</id><published>2010-08-12T09:09:00.008+02:00</published><updated>2010-08-12T12:55:34.076+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tonlagen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hellerau'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zeitgenössische Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Titelblatt-Design'/><title type='text'>Grafik für das Tonlagen-Programmheft: Das gestalterische Grauen geht weiter</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGOfJX8b-4I/AAAAAAAAErA/Tgiw2zlkUBs/s1600/P1030111.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGOfJX8b-4I/AAAAAAAAErA/Tgiw2zlkUBs/s400/P1030111.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5504418152972024706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das Tonlagen-Programmheft – hier nicht ganz zufällig abgelegt auf das Buch „The Gimmix Book of Records“ von Frank Goldmann und Klaus Hiltscher: (Edition Olms, Zürich 1981 – Covergestaltung: Bilal Dallenbach)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Grauen geht weiter – sogar im doppelten Sinne. Wer das neue Programmheft für die 2010-er Ausgabe der „Tonlagen. Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik“ in den Händen hält, ist zwar beim ersten Blick erleichtert, weil die gröbsten gestalterischen und typografischen Schnitzer des Vorjahresprogramms beseitigt worden sind. Beim genaueren Hinschauen jedoch wird klar: Von einer guten grafischen Gestaltung des Programmheftes kann wiederum keine Rede sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grau in Grau – besser Graugrün, Graublau, Graugelb und sich darauf oder davor kaum abhebende, kleine Schrift in ähnlichen Tönungen: So wird einem die Lust am Lesen verdorben und die Vermittlung der – eigentlich interessanten – Inhalte behindert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass zudem auch diesmal wieder die Bildsprache des Programmheft-Titelblattes irreführend ist, zeugt von gestalterischer Sorglosigkeit oder gar von Ignoranz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon im vergangenen Jahr hatte es durch das Grafikdesign Probleme gegeben: Der damalige giftrosa-grellgelbe Titel mit den grünen Kopfhörern und dem dürftig-miesen TonLagen-Schriftzug wirkte bei schnellem Darüberschauen nämlich wie Werbung für ein Casting von Nachwuchs-Techno-DJs. – Diesmal geht es in eine andere Richtung, doch wieder in eine falsche: Im nicht aufgeklappten Zustand des Heftchens erzeugt die junge Dame im Look der Fotos der früheren sozialistischen Frauenzeitschrift „Für Dich“ den Eindruck von Werbung für Hörgeräte. Oder erinnert das Titelblattdesign gar an eine Art Picture Disc für eine DDR-Schlagersängerin (siehe Foto oben)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom eigenen Logo scheint der Veranstalter ohnehin nicht überzeugt zu sein – auf dem Titelblatt zumindest fehlt es. Folge ist die Frage: Wer eigentlich ist der Veranstalter?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit insgesamt: Blinde Gestaltungswut siegte über die Vermittlung von Inhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: Derartige Gestaltungsmisslichkeiten können verschiedene Ursachen haben. &lt;br /&gt;Es gibt selbstgefällige Auftraggeber, die dem Grafikbüro bis in Details hinein vorschreiben, wie es auszusehen hat – und die meisten Grafiker brauchen dringend Aufträge, lassen sich also auf stümperhafte Ideen notgedrungen ein. &lt;br /&gt;Aber es gibt auch Agenturen, die es zu einem hohen Bekanntheitsgrad gebracht haben und die es sich leisten können, mal schnell etwas abzuarbeiten – sie schwimmen auf der Zeitgeistwelle und sind so oder so gefragt. Der Auftraggeber behauptet hier meist, dass Kritik an der Grafik lediglich das Unvermögen des Kritikers zeige, da die Grafik von - manchmal sogar international bekannten - Berühmtheiten stamme.&lt;br /&gt;Beiden Fällen ist etwas gemeinsam: Es fehlt, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite, ein Gespür für das Dienen oder das Dienliche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gottseidank, dass der Internetauftritt, so wie er am 11. August 2011 aussieht, und das normale September/Oktober-Programm gelungener erscheinen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-7661400445306499311?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7661400445306499311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7661400445306499311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/08/grafik-fur-das-tonlagen-programmheft.html' title='Grafik für das Tonlagen-Programmheft: Das gestalterische Grauen geht weiter'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGOfJX8b-4I/AAAAAAAAErA/Tgiw2zlkUBs/s72-c/P1030111.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-3645707092271076806</id><published>2010-08-10T14:35:00.004+02:00</published><updated>2010-09-03T10:37:27.101+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='20 Jahre'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stoba-Druck'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roland Stolle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jubiläum'/><title type='text'>Mit 20.000 Ostmark gestartet, jetzt in den heimlichen Top Ten der deutschen Druckindustrie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGFHuuTeIXI/AAAAAAAAEq4/2WnSBwL5L9A/s1600/stoba_werk.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 174px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGFHuuTeIXI/AAAAAAAAEq4/2WnSBwL5L9A/s400/stoba_werk.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5503759087652708722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Stoba-Druck aus Lampertswalde feiert „20-Jähriges“.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Druckerei Stoba-Druck in Lampertswalde nördlich von Dresden feiert ihren 20. Geburtstag. Was im Mai 1990 mit der Gründung der Gesellschaft und einem Startkapital von 20.000 DDR-Mark begann sowie kurz darauf – am 17. August 1990 – auch praktisch ins Leben gerufen wurde, führte im Laufe der zwanzig Jahre in die Top Ten der heimlichen („hidden“) Champions der deutschen Druckindustrie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut der Hamburger Unternehmensberatung Pier18 gehört Stoba-Druck nämlich zu den vordersten zehn deutschen Druckunternehmen, die mit einem hohen Eigenkapitalanteil von mehr als 40 Prozent erfolgreich wirtschaften (&lt;a href="http://www.pier18.de/download/Hidden-ChampionsV_Die-Branchensieger-Gesamt_DruckMedien_Mai_2010.pdf"&gt;Druck&amp;Medien Mai 2010, S. 52/53&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;Geschäftsführer Roland Stolle bescheiden: „Wir haben einfach das von Staat geschenkte Geld nicht verprasst oder verwirtschaftet.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar – das geht nur, weil die Stoba-Leute exzellent, fachlich brillant und mit Hingabe arbeiten und dadurch ihre Kunden immer wieder zufrieden stellen. Neben den verschiedenen Einrichtungen aus dem öffentlichen Bereich, so beispielsweise die TU Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, zählen eine Reihe renommierter Webeagenturen und der Chemieriese BASF zu den Kunden von Stoba-Druck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überwiegend Broschüren sowie Werbe- und Geschäftsdrucksachen werden in Lampertswalde hergestellt und von da vertrieben. Aktuelles Beispiel sind die Sommerferienpässe für die Dresdner Schüler, die aus dem Hause Stoba stammen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Druckerzeugnisse gehören auch in der heutigen Zeit der neuen elektronischen Medien zu den wichtigsten Informationsträgern“, sagt Stolle, der ergänzt: „Und nicht nur das: Kein anderer Kommunikationsbereich transportiert auch Image und Ästhetik derart eindrucksvoll wie der Printbereich.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen arbeitet Stoba-Druck mit modernster Ausrüstung und Technologie, um die hohe Qualität unserer Druckerzeugnisse zu sichern. Die bisher größte Investition stammt aus dem Jahr 2009. Für über eine Million Euro wurde eine neue Bogenoffset-Maschine angeschafft. Sie ermöglicht, ein maximales Druckbogenformat von 53 mal 74 cm beidseitig 4-farbig zu bedrucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unser wichtigstes Kapital sind aber unsere Mitarbeiter.“ Da ist sich Stolle ganz sicher. „Denn trotz computergesteuerter Maschinen sind in unserer Branche nach wie vor der geübte Blick, das Geschick und die Akkuratesse des anspruchsvollen Fachmannes gefragt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 1991 bildet Stoba-Druck Berufsnachwuchs aus, nimmt Lehrlinge auf. Insgesamt 22 junge Leute konnten bei der Druckerei ihre berufliche Ausbildung abschließen. „Ein großer Teil ist auch jetzt noch bei uns“, sagt Stolle. „Den heute von der Wirtschaft beklagen Fachkräftemangel kennen wir dadurch nicht. Wir übernehmen so viele wie möglich.“ &lt;br /&gt;Ein Grund zum Feiern ist für Stolle auch der Umstand, dass von den sechs Leuten, die 1990 die Grundlagen für Stoba-Druck schufen, fünf immer noch im Unternehmen sind. Wenn das nicht für die guten Arbeitsbedingungen und das gute Arbeitsklima bei Stoba-Druck spricht....&lt;br /&gt;Gefeiert wird mit vielen Geschäftspartnern, Kunden und Freunden am Abend des 20. August 2010 im Schloss Schönfeld in der Nähe von Lampertswalde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-3645707092271076806?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3645707092271076806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3645707092271076806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/08/mit-20000-ostmark-gestartet-jetzt-in.html' title='Mit 20.000 Ostmark gestartet, jetzt in den heimlichen Top Ten der deutschen Druckindustrie'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TGFHuuTeIXI/AAAAAAAAEq4/2WnSBwL5L9A/s72-c/stoba_werk.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-2097817238185190327</id><published>2010-07-20T17:47:00.004+02:00</published><updated>2010-07-20T17:53:43.229+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Günter Heinz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juan Carlos Valle „Karlotti“'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Neue Tonne'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bardinale'/><title type='text'>Günter Heinz bringt Juan Carlos Valle zum Klingen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TEXF3_pb4cI/AAAAAAAAEqo/eoma4P67wtU/s1600/_IGP0934-10-G.Heinz-Barockg.-Gro%C3%9Fsedlitz-06.05.10.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TEXF3_pb4cI/AAAAAAAAEqo/eoma4P67wtU/s400/_IGP0934-10-G.Heinz-Barockg.-Gro%C3%9Fsedlitz-06.05.10.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5496016486044262850" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Günter Heinz. Foto: HaJo Maquet)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende August wird eine Komposition des sächsischen Komponisten und Jazzers Günter Heinz, der in diesem Jahr für drei Monate Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ist, zur Uraufführung kommen. Die Performance „Briefe aus Rauch“ wird anlässlich des Literaturfestivals „Bardinale“ aufgeführt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Werk bezieht sich auf Texte des zeitgenössischen spanischen Dichters Juan Carlos Valle „Karlotti“. Es ist von höchster Konzentration, aber auch von größter Empfindsamkeit – wie die Worte des Dichters. Einzelne Worte, wie hingeworfen. Und doch erzeugen sie Bilder von großer Intensität. Die Texte werden von Vanessa Vidal (Valencia) in Originalsprache und auf Deutsch vorgetragen. Günter Heinz und Ruairí O’Brien eröffnen der Sprache mit ihrer Musik- und Lichtkompositionen einen erweiterten Erfahrungsraum, der alle Sinne anspricht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Günter Heinz entdeckte den Dichter, dessen Texte erstmalig in Deutschland gelesen werden, durch eine Zeitungsnotiz, die ihn (den Musiker) mit Karlotti (dem Dichter) verglich. &lt;br /&gt;Dort schrieb Ildefonzo Rodrigez:  „… ich sah etwas, was ich zuvor noch nie gesehen hatte. Günter Heinz, dieser Musiker, der uns immer an Karlotti erinnert hat, gab seiner Posaune während des Konzerts einen Schluck Wein. Feinfühlig (alles an Günter ist feinfühlig, sein Sprudeln, Gurgeln, Glucksen, seine Klangblasen) erhob er ein mit rotem Wein gefülltes Glas und gab seiner Posaune zu trinken. Wie in der uralten Geschichte desjenigen, der Wein und Essen mit seinen Tieren teilt...“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufführungstermine:&lt;br /&gt;29. August 2010 Freiberg/Sa. Dorfkirche Kleinwaltersdorf, Beginn: 20 Uhr&lt;br /&gt;31. August 2010 Dresden, &lt;a href="http://www.jazzclubtonne.de/?inhalt=progr_detail&amp;id=1423"&gt;Jazzclub Neue Tonne&lt;/a&gt;, Beginn 20 Uhr&lt;br /&gt;„Briefe aus Rauch“ von Günter Heinz&lt;br /&gt;Vanessa Vidal (Sprecherin), Günter Heinz (Musik), Ruairi O’Brian (light art)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-2097817238185190327?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2097817238185190327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2097817238185190327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/07/gunter-heinz-bringt-juan-carlos-valle.html' title='Günter Heinz bringt Juan Carlos Valle zum Klingen'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/TEXF3_pb4cI/AAAAAAAAEqo/eoma4P67wtU/s72-c/_IGP0934-10-G.Heinz-Barockg.-Gro%C3%9Fsedlitz-06.05.10.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-2833545215610070923</id><published>2010-02-05T15:21:00.009+01:00</published><updated>2010-02-05T15:45:00.643+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konkrete Kunst'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zeichensteller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jochen Stankowski'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grafikdesign'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thomas Kohl'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Galerie Konkret'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nora Arnold'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='maria Obenaus'/><title type='text'>Ganz konkret: Durch die Augen in den Sinn</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Neue Publikation der Dresdner Galerie Konkret erschienen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S2wtHSAy5UI/AAAAAAAAEok/X6GpA-AmuCE/s1600-h/Stankowski_Buch"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 397px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S2wtHSAy5UI/AAAAAAAAEok/X6GpA-AmuCE/s400/Stankowski_Buch" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434768453446853954" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als Jochen Stankowski 1998 aus dem Rheinland nach Dresden kam, hatte er wohl nicht daran zu denken gewagt, neben seinen Hauptprofessionen hier einmal eine Galerie zu führen. Doch der Grafikdesigner, Maler, Fotograf oder, wie er sich selbst gern bezeichnet „Zeichensteller“ Stankowski, erkannte wohl den genius loci, und es fanden sich für eine Galerie geeignete Räume auf der Rothenburger Strasse: Nicht zu groß, hell und inmitten der pulsierenden Dresdner Neustadt  gelegen. Thomas Kohl, in Dresden geboren, brachte in die Galerie seine Ideen und Erfahrungen als Industrie- und Grafikdesigner und als Verleger ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 2005 bereichert die Galerie Konkret nun die Dresdner Kunstszene und zeigt mit der kürzlich herausgegebenen Publikation „Durch die Augen in den Sinn – Aspekte visueller Wahrnehmung“, wie zahl- und facettenreich das Ausstellungsgeschehen an diesem Ort ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Name der Galerie verweist auf eine Kunst, in der sich das Sichtbare nur auf sich selbst bezieht, auf Elementares reduziert, zu bewusstem Sehen und logischem Denken animiert. Ein im Jahre 1910 von Wassily Kandinsky gemaltes Aquarell steht am Beginn der als „Konkrete Kunst“ bezeichneten Kunstrichtung, deren Ziel Max Bill formulierte: „gegenstände für den geistigen gebrauch zu entwickeln“ - das bedeutet, Aufmerksamkeit zu lenken, Wahrnehmungsfunktionen zu schärfen, das Sehen zu schulen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann es ein Phänomen nennen, dass sich hier in Dresden, mehr noch als in anderen Zentren der Kunst, wie in Stuttgart oder Köln, über Jahrzehnte hinweg eine Szene konstruktiv und konkret arbeitender Künstler etablieren konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie begründet sich auf den Reformbewegungen des beginnenden 20. Jahrhunderts mit Werkbund und bedeutenden Kunstausstellungen, knüpft an die Leistungen von Lehrern der Akademie für Kunstgewerbe, wie Carl Rade, und der Akademie der Bildenden Künste mit dem vom Bauhaus kommenden Mart Stam an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wirkten hier Franz Ehrlich, Hermann Glöckner und später Wilhelm Müller, Manfred Luther und Karl-Heinz Adler. Sie gaben in schwierigen Zeiten vielen Künstlern Maßstab und künstlerische Orientierung. Auffällig ist heute, dass viele der konstruktiv-konkret arbeitenden Künstler mit der Architektur-Fakultät der Technischen Universität verbunden waren oder sind, wie Karl-Heinz Adler, Karlheinz Georgi, Peter Albert, Dieter Schölzel, Eckhard Bendin, Wolff-Ulrich Weder, Niels-Christian Fritsche. Aber auch Gert Bär, Professor für Geometrie und Kinematik, gehört zu dem Kreis der „Konkreten“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch „Durch die Augen in den Sinn“ stellt in zwei Hauptteilen die insgesamt 17 Ausstellungen und 14 Werkstattgespräche, die bisher in der „Galerie Konkret“ stattfanden, chronologisch vor. Dabei ist die Spannweite konstruktiv-konkreter Ausdrucksformen sowohl in den Ausstellungen als auch in den Texten und Vorträgen beeindruckend.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dem Künstler Friedrich Kracht widmete Jochen Stankowski die erste Ausstellung. Aus heutiger Sicht ist es selbstverständlich, dass den Galeristen die besondere Persönlichkeit des Künstlers und sein kraftvolles Werk faszinierten. Die Bescheidung auf das Wesentliche in Form und Farbe, die kraftvolle Körperlichkeit, die sich doch in vielen Bildern einer rationalen Erfassung entzieht, stimulieren den Betrachter nicht nur zum genaueren Sehen, sondern provozieren durch Irritationen zum Nachdenken über die Verlässlichkeit des Sehens. Die Dokumentation der folgenden Präsentationen thematisiert u.a. den Blick auf gegensätzliche Formelemente, wie Linien und Flächen in ihren unterschiedlichen Konstellationen und Bedeutungen (Jochen Stankowski), Formfindungen aus systematischer Untersuchung von Veränderung des 2-Dimensionalen durch Faltung (Thomas Kohl: „Metamorphosen“), produkt- und baubezogene Arbeiten (Karl-Heinz Adler, Friedrich Kracht: „Formstein-System“), Farbe-Form Kompositionen (Folker Fuchs: „Module – serielle Räume“), die Wahrnehmung über die Kamera - konstruktivistische Fotografie (Stankowski: „Licht durch Schatten“), mathematische Gesetzmäßigkeiten in digitalen Bildern (Gert Bär: Visuelle Mathematik“) und Material-Farbe-Form-Relationen (Christine Weise: „Spiel der Fäden“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 2. Teil „Werkstattgespräche“ verknüpft Konkrete Kunst mit Zeichensprachen aus den verschiedensten Berufsfeldern. So ist z.B. nachzulesen, wie der Komponist und Musiker Hartmut Dorschner mit graphischem Talent Partituren schreibt, in denen durch enge und weite Strukturen, dicke und dünne, gerade, gekräuselte, fallende, steigende Linien, Buchstaben, Silben, Worte die Dynamik des Stückes erkennbar wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Physiker Dietrich Schulze, ehemals Ordinarius an der Fachrichtung Physik, erkannte bei seiner Arbeit am Elektronenmikroskop Ähnlichkeiten in Werken der Kunst. Peter Grohmann, Kabarettist, Schriftsetzer und Schriftsteller interessieren die Buchstaben-, Wort und Sprachspiele. Gern lässt man sich ein, entdeckt das im Wort Versteckte und freut sich, dass der Schwachsinn gängiger Begriffe mit Humor entlarvt wird. Jens Besser bringt Writing und Street Art ins Bewusstsein – Interventionen, die Stadträume wesentlich prägen. Kaum vermag man sie zu entschlüsseln, doch vermitteln sie durch ihre Zeichenhaftigkeit Botschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die inhaltlich sehr reiche Publikation zeigt, dass sich die Galerie Konkret nach nur vier Jahren als lebendiger, fächerübergreifender und, Generationen verbindender Ausstellungs-, Bildungs- und Begegnungsort etabliert hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch ist aber weit mehr als eine Retrospektive: Es ist eine Art Lehrbuch für alle, die an elementaren Gestaltungsprozessen und ihren Resultaten interessiert sind. Zu wünschen ist, dass das Buch viele Leser erreicht und sie in ihrem Bemühen um gestalterische Qualität bestärkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria Obenaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Durch die Augen in den Sinn“, Jochen Stankowski, Nora Arnold, Thomas Kohl (Hg.), Die Verlagsgesellschaft, Dresden, 2010, 216 Seiten, 19,80 €&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.atelier-stankowski.de"&gt;www.atelier-stankowski.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.verlagsgesellschaft.net"&gt;www.verlagsgesellschaft.net&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-2833545215610070923?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2833545215610070923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2833545215610070923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/02/ganz-konkret-durch-die-augen-in-den_05.html' title='Ganz konkret: Durch die Augen in den Sinn'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S2wtHSAy5UI/AAAAAAAAEok/X6GpA-AmuCE/s72-c/Stankowski_Buch' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-93710074350811988</id><published>2010-01-22T11:41:00.005+01:00</published><updated>2010-01-22T12:41:30.032+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurländer Palais'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Neue Tonne'/><title type='text'>Die Formulierung „Jazzclub Tonne in Dresden wieder eröffnet“ ist falsch und irreführend</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S1mNi8jvTwI/AAAAAAAAEn0/fZ3JuFFWAls/s1600-h/Tonne_gastro_etwa_2007"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S1mNi8jvTwI/AAAAAAAAEn0/fZ3JuFFWAls/s400/Tonne_gastro_etwa_2007" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5429526457282940674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hinterm Tresen im Jazzclub Neue Tonne Dresden im Klubkeller auf der Königstraße 15 - etwa 2007 (Foto: V. S.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gelegentlich liest man seit Mitte Januar 2010 im Internet, in Web-Foren oder Nachrichtenportalen, die Formulierung „Jazzclub Tonne in Dresden wieder eröffnet“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Formulierung „Jazzclub Tonne in Dresden wieder eröffnet“ ist jedoch falsch. Es gibt keinen „Jazzclub Tonne“ mehr in Dresden, weder in den Gewölbekellern des Kurländer Palais noch an anderer Stelle. Diese falsche Formulierung weckt auch falsche Hoffnungen, was der Veranstalterin Gabriele Kaul gegenüber auch unfair wäre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtig ist: &lt;br /&gt;Im Rahmen eines kommerziellen Betreiberkonzeptes für die Räume des Kurländer Palais soll es neben vielfältigen anderen Veranstaltungen künftig einmal (!) im Monat ein Konzert mit Oldtime oder Swing mit anschließender Session und mit einem stilistisch entsprechendem DJ geben, gemeinsam veranstaltet vom Betreiber Mirco Meinel und der Jazzagentur Kaul (JAK). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze läuft unter dem werbewirksamen Namen „&lt;a href="http://www.jazz-club-dresden.de"&gt;Jazzclub Dresden&lt;/a&gt;“. So lange es bei einem oder nur sehr wenigen Konzerten monatlich bleibt, scheint mir persönlich die Bezeichnung „Jazzclub“ etwas hochgestochen zu sein. Immerhin gibt es in Dresden eine ganze Reihe von Veranstaltern, die mindestens einmal im Monat Jazzkonzerte anbieten - meist jedoch viel häufiger und sogar in „uriger“ Klubatmosphäre (Jazzclub Neue Tonne, Blue Note, riesa efau, diverse weitere in der Dresdner Neustadt). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von einer Wiederkehr des alten „Tonne“-Gefühls mit Fettbemmen und Jeanslook im Keller des Kurländer Palais ist angesichts der aktuellen Situation mit Edel-Interieur und nicht gerade volkstümlichen Eintrittspreisen ohnehin nicht auszugehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Pleite des alten „Jazzclubs Tonne“ Ende November 2000 hatte sich der „Jazzclub Neue Tonne“ gegründet, der ab April 2002 im Kellergewölbe unter dem Kulturrathaus, Königstr. 15, ansässig ist. Seit vielen Jahren bietet er dort jährlich etwa 120 (also monatlich durchschnittlich zehn, angesichts der Sommer- und der Weihnachtspause eigentlich monatlich dreizehn) Konzertveranstaltungen an. Seit 2005 hat er mit den JAZZWELTEN wieder ein eigenes kleines Festival, das immer Ende März stattfindet. Im Jahr 2010 feiert dieser Verein mit zehn Höhepunkt-Konzerten über's Jahr verteilt seinen zehnten Geburtstag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Jazzclub Neue Tonne hat sich sowohl den Begriff „Tonne“ im Zusammenhang mit Jazz, Musik, Klub u. v. m. als Wort-, das Logo als Bild- sowie das Logo mit dem Wort „Tonne“ als Bild-Wort-Marke rechtlich schützen lassen. Zur Geschichte des Logos mehr auf &lt;a href="http://jazz-und-sonstiges.blogspot.com/2009/12/wie-die-tonne-zur-trompete-kam.html"&gt;Jazz+Sonstiges&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Jazzagentur Kaul und die „Neue Tonne“ haben vereinbart, zu kooperieren und so weit wie möglich die Termine zu koordinieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-93710074350811988?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/93710074350811988'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/93710074350811988'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2010/01/formulierung-jazzclub-tonne-in-dresden.html' title='Die Formulierung „Jazzclub Tonne in Dresden wieder eröffnet“ ist falsch und irreführend'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/S1mNi8jvTwI/AAAAAAAAEn0/fZ3JuFFWAls/s72-c/Tonne_gastro_etwa_2007' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-3185798307244649219</id><published>2009-11-27T10:41:00.009+01:00</published><updated>2009-11-27T11:34:37.925+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kleine Klubs'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Beatpol'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karrieren'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Neue Tonne'/><title type='text'>Kleine Klubs, große Karrieren - Was vor den großen Dresdner Konzerten der Stars passierte</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sw-f4AcXWCI/AAAAAAAAEmk/nKykUO0er04/s1600/RebekkaBakken_2005_Kleid1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 327px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sw-f4AcXWCI/AAAAAAAAEmk/nKykUO0er04/s400/RebekkaBakken_2005_Kleid1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408717462035716130" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Rebekka Bakken. Foto: Bremme+Hohensee)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl Anfang 1994 gaben die damals noch nicht sehr bekannten Fantastischen Vier im Dresdner Starclub (heute „Beatpol“) ein bejubeltes Konzert, und Starclubchef „Lotte“ Lachotta machte im Vorfeld auch unter Journalisten Werbung. Es sei das Beste, was der deutsche Hip Hop zu bieten habe, die Jungs würden noch ganz groß werden und man würde ein wichtiges Konzert verpassen, wenn man es verpassen würde. Lachottas Prophezeiung traf ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls im Starclub gab Mitte November 1996 Moby ein Konzert – um einiges früher als sein internationaler Durchbruch als Star 1999. Wieder hatte der Starclub ein feines Gespür für künstlerischen Wert und Potenzial; Moby gehört heute längst zu den ganz Großen der Popmusik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Dresdner Medien heutzutage den Sänger Roger Cicero feiern, sei daran erinnert, dass der junge Mann sein erstes Konzert hier in der Region Anfang März 2006 in der „Tonne“ gegeben hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der im Juni 2008 tödlich verunglückte weltberühmte Pianist Esbjörn Svensson („e.s.t.“) musizierte schon vor vielen Jahren in der „Tonne“ – übrigens mit Nils Landgren und lange bevor er von der Dresdner Hochkultur für große Bühnen „entdeckt“ wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mit dem Konzert des Saxofonisten Rudresh Mahanthappa Ende März 2009 hatte die „Tonne“ ein gutes Händchen, wurde doch der Indoamerikaner wenige Wochen später von den weltweit einflussreichsten Jazzjournalisten in die allervordersten Poll-Plätze der Welt gewählt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der norwegische Pianist Helge Lien, im September 2008 in der „Tonne“ frenetisch gefeiert, könnte ein ähnlicher Fall werden; seit dem Herbst 2008 steigen Bekanntheitsgrad in internationalen Medien und die CD-Verkäufe gravierend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist also die grandiose norwegische Sängerin Rebekka Bakken auf Tournee – am 27. November 2009 wurde sie deutschlandweit als Star im ARD-Morgenmagazin präsentiert; am 29. November 2009 singt sie im Dresdner Alten Schlachthof. Dem Dresdner Publikum erstmals vorgestellt wurde sie jedoch im Jazzclub Neue Tonne – schon vor knapp sieben Jahren am 22. Februar 2003, die Tickets damals für ungefähr ein Drittel des heutigen Preises.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Recht also haben Beatpol und die „Tonne“ beim jeweiligen Publikum den Ruf, eine Art Trüffelschwein zu sein. Wer diese Klubs besucht, darf immer wieder musikalische Schätze erwarten, an deren Auffindung und Bergung diese kleinen Einrichtungen große Verdienste haben, während später dann große Veranstalter mit diesen Künstlern große Verdienste erzielen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klubs wie der Beatpol und die „Tonne“ – und  deutschlandweit gibt es eine ganze Reihe dieser Art, so dass sich diese Aussage verallgemeinern lässt – leben eben auch davon, dass sie entdeckerisch und riskant arbeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie spüren ständig die Folgen ihres Handelns. Sie können die schnell steigenden Gagen ihrer „Entdeckungen“ nicht mehr bezahlen – die öffentlichen Meriten erhalten nicht selten andere. Was solchen kleinen Klubs bleibt, ist die Zufriedenheit darüber, vielversprechenden Künstlern zu einem Schritt in die Welt der Karrieren verholfen zu haben. Immer wieder, ein normaler Vorgang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Vorgang, der darauf verweist, dass man Veranstaltungen nach mindestens zwei Kriterien beurteilen sollte. Einerseits nach der künstlerischen Leistung der Darbieter, andererseits nach den Leistungen der Veranstalter – es ist keine Kunst, mit viel Geld Gutes auf die Bühne zu stellen. Und mit viel Geld das Übliche auf die Bühne zu stellen, ist sogar kritikwürdig. Aber mit wenig Geld das Besondere präsentieren – das hält das Kulturleben in Schwung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-3185798307244649219?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3185798307244649219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/3185798307244649219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/11/kleine-klubs-groe-karrieren-was-vor-den.html' title='Kleine Klubs, große Karrieren - Was vor den großen Dresdner Konzerten der Stars passierte'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sw-f4AcXWCI/AAAAAAAAEmk/nKykUO0er04/s72-c/RebekkaBakken_2005_Kleid1.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-4738637248451062512</id><published>2009-10-26T08:56:00.019+01:00</published><updated>2009-10-26T14:26:19.481+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Semperoper'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Corporate Design'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Martin Morgenstern'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dresdner Musikfestspiele'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><title type='text'>Ein neues Corporate Design der Semperoper sollte angemessen und gut durchdacht sein</title><content type='html'>Man mag ob der neuen Logos und Corporate Designs von Schauspielhaus und Musikfestspielen geteilter Meinung sein. Im ersteren Fall löst das aktuelle uninspirierte, eigentlich unbenutzbare und in einigen Punkten geradezu nachlässige Design ein ähnlich müdes (die zwei Pfeile) ab. Aber auch die ältere Internetseite des Schauspielhauses war grässlich, und in ihrer Kundenfeindlichkeit eigentlich nicht zu entschuldigen. Im zweiten Fall wurde das schon etwas verstaubte Siebziger-Jahre-Logo der Festspiele durch ein frisches (huiii) abgelöst (mein Kompliment dafür, auch wenn es nicht jedem gefällt); schade nur, dass hier gleichzeitig mit verschiedenen Schriften Schlimmes angestellt wurde und die aktuellen Trendfarben zwischen Brombeer und Bordeaux-Lila zum x-ten Mal bemüht wurden. (Mathias Bäumel hatte übrigens am 9. September 2008 eine kurze Kritik des damals neuen Musikfestspiel-Designs als Zwischenruf &lt;a href="http://www.musik-in-dresden.de/2008/09/09/schoene-neue-welt-ein-zwischenruf"&gt;hier&lt;/a&gt; auf „Musik in Dresden“ veröffentlicht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glaubt man jedoch ersten Schreckensmeldungen, so droht in zwei Jahren mit Amtsantritt der neuen Intendantin der Semperoper, Ulrike Hessler, dem Corporate Design des Hauses geradezu Fürchterliches. Dem durch rechtzeitiges Sensibilisieren vorzubeugen, versucht dieser Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das aktuelle Design der Semperoper und der angrenzenden Marken (Staatskapelle, Ballett) ist Ergebnis einer Reihe von vorsichtigen bis wagemutigen, aber immer klugen Veränderungen, ja, Verbesserungen. Mit dem leisen „Claim“ der Staatskapelle (ohne geht's heutzutage leider nicht mehr) „Glanz und Klang seit 1548“ an der Seite ist auch die Semperoper selbst zur wiedererkennbaren Marke geworden. Nobel, edel, vornehm, zurückhaltend, festlich, etwas besonderes, „der Klang von altem Gold“ (Karajan!) - solche Vokabeln entern gemessenen Schrittes die Hirnbahnen, liest man sich durch das nach anfänglichen Ausfällen wirklich gut gemachte „semper!“-Magazin, blättert im alljährlich wunderbar sensibel erneuerten Jahresheft der Oper oder streicht über die (ja!) wertigen Jahreshefte der Kapelle. Neidlos erkennen da Dresdner Designer und Layouter an, was für exzellente Arbeit die Agentur von Jacqueline und Dominik Schech hier leistet. Und, ja, es gab und gibt auch bei aktuellen Merchandising-Ideen der Oper immer wieder Ausfälle (was soll uns etwa eine Semperoper-Schirmmütze?), aber der Gesamteindruck stimmt, wozu auch die ästhetisch stets hochklassigen, wiedererkennbaren Fotos von Matthias Creutziger wesentlich beitragen. Herrlich zum Beispiel das Oper-Jahresheft 2008, mit den großformatigen „Verführungen““ – ein Traum, und bis ins kleinste Detail passend zu Stil und Gangart des Hauses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun hat Mathias Bäumel kürzlich polemisch kritisiert, dass jeder neue, auf Zeit eingesetzte Intendant eines Hauses zuerst mit eisernem Besen alle bisherigen Außenwirkungen des Hauses wegkratzt und ein eigenes Design, eine eigene „Handschrift“ mitbringt. Ich würde anfügen: Schade ist es da in vielen Fällen um das sinnlos herausgepustete Geld. Für die grotesk dümmliche Scholz-und-Friends-Aktion &lt;a href="http://www.studieren-in-fernost.de/"&gt;„Studieren in Fern-Ost“&lt;/a&gt;, über die sich alle, die damit je in Kontakt kamen, lautstark aufregen (was von den Machern zähneknirschend als Erfolg verkauft wird), zahlte der Auftraggeber sage und schreibe sechs Millionen Euro. Wie vielen Studienanfängern hätte man dafür ein Stipendium zahlen können, wie viele kleine, nette Campus-Cafés mit Gratis-Espresso-Automaten ausstatten können?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Um endlich zum Punkt zu kommen: ich habe schon heute Angst vor dem neuen Design der Semperoper. Jeder große, vermeintlich mutige Schritt weg von der aktuellen Anmutung wird ein Rückschritt sein und muss den Rezipienten zwangsläufig enttäuschen, wenn nicht aufregen. Neue „Claims“, von Werbeagentur-„Hirnis“ für teures Geld in Nachtsitzungen ausgeschwitzt, werden über uns hereinbrechen – und nicht annähernd das wiedergeben können, was die Semperoper und die ihr innewohnende Staatskapelle längst ist: allgemein im Bewusstsein verankertes Hochkulturgut. Nehmen wir nur die aktuellen Programmhefte: handtaschenschmeichelndes Format, gut zu lesen, alle Infos drin, dezente Farb- und Fotoauswahl, gute Gliederung, lesbare Texte, wiedererkennbares Cover, das Spiel- und Freiräume lässt für die Wiedererkennbarkeit von Reihen ("Lied in der Semperoper") und Themen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte, bitte, Frau Intendantin in spe: bitte lassen Sie den eisernen Besen im Wandschrank. Bitte zerstören Sie nicht das langsam, aber stetig gewachsene Vertauens- ja: Sympathieverhältnis der Dresdner und der auswärtigen Besucher zum Mythos Semperoper. Lassen Sie sich nicht zu modischen Peinlichkeiten, zu allzu pompösen neuen Claims, gar zu einer „frischen, neuen Lesart“ hinreißen. Stecken Sie das viele Geld lieber erst einmal in eine Renovierung der Toiletten des hinteren Gebäudekomplexes. Statten Sie den Chorprobensaal mit passendem Gestühl und die Garderoben mit vielen netten Garderobieren aus. Kümmern Sie sich bitte um eine zeitgemäßere Präsentation der Preziosen, der Andenken, der historischen Vitrinen, um eine passende Hängung der temporären Ausstellungen wie der stets etwas schief hängenden Ölgemälde in den Foyers. Stoßen Sie meinetwegen auch mal ein paar verstaubte Statuen von ihren Sockeln im Parterre und sorgen Sie ruhig dafür, dass man in den Bars und im Theatercafé kaltes Bier und guten Kaffee bekommt. &lt;br /&gt;Aber bitte: Gehen Sie die sicherlich anstehende Überarbeitung des öffentlichen Auftritts des Hauses, des Logos, der Schriften, der Internetseite mit Köpfchen und dem nötigen Quentchen Ur-Dresdner Ruhe an. Alles andere wird Ihren eigenen wie den Ruf des gesamten Hauses unnötig und nachhaltig schädigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Martin Morgenstern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SuVdLrD6OtI/AAAAAAAAEl8/963-J2g97nc/s1600-h/Bild-Wir_sind_Papst-2005-JD.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 231px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SuVdLrD6OtI/AAAAAAAAEl8/963-J2g97nc/s400/Bild-Wir_sind_Papst-2005-JD.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5396822183592475346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Wir sind Papst“ – diese Schlagzeile der Bild-Zeitung vom 20. April 2005 schuf unter den Lesern des Massenblattes ein Gemeinschaftsgefühl und Stolz auf eine Leistung, die die Bürger selbst gar nicht vollbracht hatten. Das Spiel mit der Sehnsucht nach dem Dazugehören hilft eben, Zeitungen zu verkaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der an massenhaft gebräuchliche Formulierungen wie „Wir sind Weltmeister!“ angelehnte Satz wurde vielfach sinngemäß „nachgenutzt“ und wurde zum Symbol für flapsiges, Inhalte verkürzt wiedergebendes Formulieren, um den einfachen Mann auf der Straße zu erreichen. In Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 titelten einige österreichische Medien „Wir sind Präsident!“, nach Nobelpreisen für deutsche Forscher hieß es „Wir sind Nobelpreis“ und nach den Gewinnen des Oscars für den besten fremdsprachigen Film an einen Deutschen (2007) und an einen Österreicher (2008) hieß es jedes Mal „Wir sind Oscar!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Dresdner Philharmonie einen Grammy gewonnen hätte und Dresdner Medien würden dann „Wir sind Grammy!“ titeln, zeugte das - nach so vielen Malen der Be- bzw. Abnutzung - zwar von Einfallslosigkeit, entspräche aber wenigstens der Logik der Originalformulierung. &lt;br /&gt;Würde aber der Dresdner Zoo mit der Formulierung „Wir sind Zoo!“ und einem Foto werben, auf dem alle Tierpfleger und Tiere stolz in die Kamera blicken, wäre das bloß noch peinlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-4738637248451062512?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/4738637248451062512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/4738637248451062512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/10/ein-neues-corporate-design-der.html' title='Ein neues Corporate Design der Semperoper sollte angemessen und gut durchdacht sein'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SuVdLrD6OtI/AAAAAAAAEl8/963-J2g97nc/s72-c/Bild-Wir_sind_Papst-2005-JD.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-1287275724308816606</id><published>2009-10-16T11:40:00.005+02:00</published><updated>2009-10-21T13:39:15.212+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Corporate Design'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><title type='text'>Doppelstreifen für das Staatsschauspiel - deftige Kritik kommt auch aus Leipzig</title><content type='html'>Der &lt;a href="http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/staatsschauspiel-dresden-inszeniert.html"&gt;weiter unten stehende Text&lt;/a&gt; zum neuen Corporate Design des Staatsschauspiels Dresden findet erneut Zuspruch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist unbegreiflich, dass heute sogar Institutionen, die mit Bildern, mit Farben und Licht inszenieren, also selbst als darstellende Kunst die visuelle Kommunikation betreiben, scheinbar jeglichen Sachverstand eingebüßt haben, sobald ihnen wortreich eine „neue“, angeblich werbende Gestaltung unterbreitet wird.&lt;br /&gt;Dem „Konsumenten" derartiger Hervorbringungen werden unzumutbare Belastungen beim Entschlüsseln solcher Art visueller Botschaften zugemutet, die zwar dem Fachmann, nicht aber den frech-frischen, „hippen“ Stylisten die Haare zu Berge stehen lassen. Ich leg sie einfach beiseite, diese Zettel, oder klicke weg. Das kann ja wohl der Sinn nicht sein! – Wo kommt sie eigentlich her, die Lust am Zerstören bewährter Strukturen und Grundlagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS.: Besonders „gelungen“ die Seite im Internet, auf der die Darsteller vorgestellt werden. Die meisten balancieren ein gelbes Brett auf dem Kopf. („Mir hatten halt eben kein andres Foto, dafür aber genügend gelbe Balken“...).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Jochen Fiedler, Grafikdesigner, Leipzig)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-1287275724308816606?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1287275724308816606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/1287275724308816606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/10/doppelstreifen-fur-das-staatsschauspiel_16.html' title='Doppelstreifen für das Staatsschauspiel - deftige Kritik kommt auch aus Leipzig'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-9071468298878205170</id><published>2009-10-14T13:56:00.011+02:00</published><updated>2011-04-15T08:22:50.737+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Corporate Design'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><title type='text'>Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - eine Augenkrebsgarantie für alle</title><content type='html'>Der &lt;a href="http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/staatsschauspiel-dresden-inszeniert.html"&gt;weiter unten stehende Text&lt;/a&gt; zum neuen Corporate Design des Staatsschauspiels Dresden findet weiterhin Beifall:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich Anfang des Jahres das Heft „Spielzeit 2009/2010“ mit den neuen Darstellern in Händen hielt, hatte ich mir noch nicht viel dabei gedacht. An einigen Stellen zwar etwas eigentümlich, aber das hielt sich in Grenzen. Diesen Monat ist mir dann allerdings der Oktoberspielplan in Papierform zwischen die Finger gekommen und ich vermute, die Fassungslosigkeit stand mir deutlich ins Gesicht geschrieben. Die Frage, ob es so etwas wie Körperverletzung für Papier gibt, drängte sich auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogar mit einer gut gemeinten, großen Portion „künstlerischer Freiheit“ kann man diese unübersichtliche und abschreckende Darbietung nicht entschuldigen. Man möchte meinen, Schrift, Farbe und Raumaufteilung hassen sich gegenseitig. Der Vogel wird dann nochmal mit dem Internetauftritt abgeschossen, wo dem Betrachter mit grell-gelb auf weiß die Augen verblitzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Augenkrebsgarantie für alle, die einen Blick drauf werfen! Man wird nur trotz und nicht wegen dieses Auftrittes ins Theater gehen - vorausgesetzt, man konnte sich vorher dazu zwingen, herauszufinden, wann welches Stück aufgeführt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Kritik ist jedenfalls sehr treffend, besonders der Vergleich mit den Streifen auf den letzten Metern eines Kassenzettels gefällt mir gut. Irgendwie hofft man ja, dass die Rolle doch noch ausgetauscht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Cornelia R. – voller Name der Redaktion bekannt –, Systemberaterin)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-9071468298878205170?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/9071468298878205170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/9071468298878205170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/10/doppelstreifen-fur-das-staatsschauspiel.html' title='Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - eine Augenkrebsgarantie für alle'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-7540181709308694195</id><published>2009-10-12T12:50:00.015+02:00</published><updated>2009-10-13T10:00:28.084+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jürgen Haufe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grafikdesign'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Plakatgestaltung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jazzclub Neue Tonne'/><title type='text'>Der Grafiker Jürgen Haufe hätte am 15. Oktober 2009 seinen 60. Geburtstag gefeiert</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/StMOxdF1RrI/AAAAAAAAEls/co3pPfRXPZE/s1600-h/J%C3%BCrgen+Haufe+1998+1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 292px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/StMOxdF1RrI/AAAAAAAAEls/co3pPfRXPZE/s400/J%C3%BCrgen+Haufe+1998+1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391669421678085810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jürgen Haufe 1998. (Foto: M. B.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 15. Oktober 2009 wäre der Dresdner Künstler Jürgen Haufe sechzig Jahre alt geworden. Haufe war einer der künstlerisch potentesten und kreativsten Grafiker, Grafikdesigner und Plakatgestalter der DDR, später Deutschlands und weit darüber hinaus.&lt;br /&gt;International waren Haufes Plakat-Arbeiten geschätzt und wurden in den Grafik-Metropolen dieser Welt gezeigt, so in Warschau, Brünn, Ljubljana, Berlin, Toyama, Ogaki, Tokio, Osaka (alle Japan), Lahti und Helsinki (Finnland). Plakate von ihm befinden sich in Sammlungen und Galerien in Berlin, Essen, Lahti, Toyama, Warschau, Zürich, Hamburg, Brünn, Cottbus und natürlich auch in den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Dresden jedoch ist Jürgen Haufe ganz besonders für seine Plakate und grafischen Ausstattungen inklusive der Programmheft-Gestaltungen für Premieren im Staatsschauspiel Dresden und in der Staatsoperette Dresden, für die Filmnächte am Elbufer und für den Dresdner Striezelmarkt bekannt geworden, aber auch für seine freien Grafiken, Collagen und Malerei, Performance-Dokumentationen und Fotografien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Tode Jürgen Haufes am 12. September 1999 schrieb Heike Müller-Merten im „SCHAUSPIEL“ Nr.2,1999/2000 über Jürgen Haufe und die Arbeitsgruppe Theaterplakat:&lt;br /&gt;„Eine Vereinigung von Künstlern solchen Formats, die ob ihrer selbstlosen Zielsetzung und ansteckenden Neugier auf das andere Medium Theater inspirierend wirkte, sucht heute ihresgleichen und war wohl nur in einer bestimmten zeitlichen und personellen Konstellation möglich... Haufe hatte das Problembewusstsein, die verschwenderische Phantasie und den Ehrgeiz eines Künstlers – ohne je den partnerschaftlichen Blick für sein Gegenüber, seinen Nebenmann zu verlieren. Weil er andere Künste und Künstler akzeptierte und liebte, gelangen ihm seine wunderbaren Plakate. Er entwarf bissig-komische oder sachliche Programmhefttitel. Wie viel Mühe im Detail, wie viel Spaß bei der gemeinsamen Ideensuche, den frechen Collagen, den assoziativen Blättern. Stets zollte er den Regisseuren, ihren künstlerischen Überzeugungen Respekt. Eine jahrelange Frucht bringende Zusammenarbeit.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr viele seiner Werke zeigen, dass er sich dem freien, zeitgenössischen Jazz besonders verbunden fühlte. Zum damaligen Jazzclub Tonne Dresden hatte Jürgen Haufe ein besonderes Verhältnis: Viele seiner Werke fußten auf Skizzen, die er – meist in der ersten Reihe sitzend – zu Konzerten in der „Tonne“ angefertigt hatte. Die auch vom heutigen Verein Jazzclub Neue Tonne Dresden verwendete Wort-Bildmarke mit der Trompete  stammt von Jürgen Haufe und wurde von ihm im Laufe der Zeit mehrmals gestalterisch überarbeitet. &lt;br /&gt;Ebenfalls von diesem Künstler stammten viele Plakate des damaligen „Tonne“-Vereins, vor allem für das damalige Festival der „Tonne“, für den „Dresdner Jazzherbst“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jürgen Haufe starb wenige Tage vor seinem 50. Geburtstag, am 12. September 1999.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/StQyP924ipI/AAAAAAAAEl0/AWc3HxmMCsM/s1600-h/cover_balade_Jimi.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/StQyP924ipI/AAAAAAAAEl0/AWc3HxmMCsM/s400/cover_balade_Jimi.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391989903753513618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jürgen Haufe gestaltete das Cover für die Joe-Sachse-CD „Ballade für Jimi Metag“ (1999, Born&amp;Bellmann).&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-7540181709308694195?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7540181709308694195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/7540181709308694195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/10/der-grafiker-jurgen-haufe-hatte-am-15.html' title='Der Grafiker Jürgen Haufe hätte am 15. Oktober 2009 seinen 60. Geburtstag gefeiert'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/StMOxdF1RrI/AAAAAAAAEls/co3pPfRXPZE/s72-c/J%C3%BCrgen+Haufe+1998+1.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-6915408226102136708</id><published>2009-09-10T15:39:00.008+02:00</published><updated>2009-10-14T15:47:47.535+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Corporate Design'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><title type='text'>Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - Kritik und Lob für die Kritik</title><content type='html'>Der unten stehende Text zum Thema &lt;a href="http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/staatsschauspiel-dresden-inszeniert.html"&gt;„Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden“&lt;/a&gt; hat Zuspruch und Widerspruch erfahren. Hier eine kleine Übersicht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich habe selten so passende Kommentare gefunden. Weiter so!“ (Ulli Stier, Architekt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gut, dass Du diesen unsäglichen Unsinn festhieltest.“ (Matthias Creutziger, Musik- und Theaterfotograf)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Feiner Text!“ (Jens-Uwe Sommerschuh, Kulturjournalist)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Danke für Ihre treffsichere Kritik.“ (Jochen Stankowski, Grafikdesigner, Typograf, „Zeichensteller“)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bedauerlich, dass sich immer wieder auch das durchsetzt, was sichtbar nicht genügend durchdacht ist...“ (Bernd Hanke, Grafikdesigner und Logo-Gestalter)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Meinungen zum Thema sind natürlich willkommen - bitte an die e-Mail-Adresse im Impressum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-6915408226102136708?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6915408226102136708'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6915408226102136708'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/doppelstreifen-fur-das-staatsschauspiel.html' title='Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - Kritik und Lob für die Kritik'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-8781917740977250100</id><published>2009-09-03T12:09:00.018+02:00</published><updated>2009-09-03T16:07:21.775+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Holk Freytag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Corporate Design'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wilfried Schulz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Staatsschauspiel Dresden'/><title type='text'>Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - geht die Rolle ihrem Ende entgegen?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.staatsschauspiel-dresden.de/images/logo_staatsschauspiel_dresden.png"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 122px; height: 1424px;" src="http://www.staatsschauspiel-dresden.de/images/logo_staatsschauspiel_dresden.png" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aufatmen in Dresden. Zumindest im Theater-Dresden. Die Ära Holk Freytag ist Vergangenheit. Dabei waren vor Jahren meine Erwartungen beim Beginn der Ära Freytag hoch, hatte der auch in Moers Aufgewachsene schließlich mit seinen Neigungen zum zeitgenössischen Jazz einen Sinn für weite Horizonte bewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Ende von Freytag haben hoffentlich Langeweile und oberflächliche Unterhaltsamkeit auf der Dresdner Bühne sowie die Konzeptionslosigkeit in Sachen Kleines Haus (bisher eher ein Gemischtwarenladen) ein Ende. &lt;br /&gt;Angesichts des aktuellen Spielplanes unter dem neuen Intendanten Wilfried Schulz keimt eben wieder Hoffnung auf - meine Absicht, das Theateranrecht zu kündigen, habe ich deshalb doch nicht realisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sorge macht mir aber nun auch beim Dresdner Staatsschauspiel eine üble Gepflogenheit, die sich anscheinend - ich erinnere an das unsägliche aktuelle visuelle Erscheinungsbild der Musikfestspiele - zur Tendenz auswächst: Intendanten betrachten offenbar „ihre“ Einrichtung, die sie ja zeitlich begrenzt künstlerisch leiten sollen, als ihr persönliches Eigentum und lassen jeweils für ihre Herrschaftszeit ein von Grund auf neues Corporate Design mit neuem Logo, neuen Hausfarben und neuen Hausschriften entwickeln. Und dies dann - was soll's, es ist ja nicht das eigene Geld - grottenschlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grottenschlecht - warum? Das neue CD des Staatsschauspiels Dresden funktioniert nicht: Weiß auf hellgelb sowie Schrift mit kleinem Durchschuss machen die Inhalte schlecht lesbar. Sobald es sonnig ist, sind die Gestaltungselemente auf dem Abspanner am Großen Haus nur schwer von einander unterscheidbar. Die gelb-weiß hinterlegten Schriftfelder im Internet wirken wie ein Fleckenteppich, gemeinsam ergeben sie manchmal - zum Beispiel im Pressebereich - das Aussehen eines Kreuzes. Unruhe, nochmal Hinschauen - was meinen die eigentlich? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu kommt: Grelle, leuchtende Farben sind wahrnehmungspsychologisch die Farben der Verlierer, derjenigen, die mit „schreienden“ Mitteln unbedingt auf sich aufmerksam machen wollen oder gar müssen. Dass zudem Gelb in Dresden seit Jahrzehnten eine Verbindung zur SG Dynamo Dresden oder wenigstens zu den Verkehrsbetrieben assoziiert, sollte jedem hier Tätigen klar sein. Warum also diese unbedachte, für Irritationen sorgende und schlecht funktionierende visuelle Gestaltung des neuen „Gesichts“ des Staatsschauspiels?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das Lustigste kommt noch: Haben Sie schon einmal an einer Kasse gestanden und und von der Quittungsrolle einen der letzten Abschnitte bekommen, einen, der durch einen farbigen Doppelstreifen gekennzeichnet ist? Die Kassiererin weiß in einem solchen Fall, dass die Rolle dem Ende entgegen geht und dass sie eine neue einlegen muss...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Gott, wofür manche Kommunikationsdesigner ihr Geld bekommen... Von wem sie es bekommen, ist klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathias Bäumel&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-8781917740977250100?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8781917740977250100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8781917740977250100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/staatsschauspiel-dresden-inszeniert.html' title='Doppelstreifen für das Staatsschauspiel Dresden - geht die Rolle ihrem Ende entgegen?'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-8102277530677969460</id><published>2009-09-01T12:53:00.015+02:00</published><updated>2009-09-01T17:29:27.171+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erwin Stache'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wasserinstallation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Postplatz'/><title type='text'>Dresdner Postplatz - eine architektonische Grausamkeit, die kaum jemanden stört</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;„Säulen, Bögen, Galerien; Schönheit und Geselligkeit, der Sinn für eine Gemeinschaft, für ein Land. Der Platz ist es, der eine Stadt ausmacht, egal, ob groß oder klein; das äußere Bild zählt mehr als die Museen, selbst wenn sie voller Meisterwerke sind.“&lt;br /&gt;(Claudio Magris: „Ein Nilpferd in Lund - Reisebilder“, Hanser München 2009)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Spz-B83pfJI/AAAAAAAAEU8/jc1mnnBIgtc/s1600-h/Postplatz+Haltestelle+1.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Spz-B83pfJI/AAAAAAAAEU8/jc1mnnBIgtc/s400/Postplatz+Haltestelle+1.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376451364646386834" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist der Postplatz in Dresden - diese Grässlichkeit, die jedes stadtplanerische Ideal beleidigt, führte zwar zu Protest-Leserbriefen, aber nicht zu Proteststürmen. Dresden ist eben anders... - Übrigens: Auf das jeweilige Foto klicken - es erscheint dann groß!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0Hejwzi8I/AAAAAAAAEVE/FO1EfWbaS_Y/s1600-h/Kein+Platz+2.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0Hejwzi8I/AAAAAAAAEVE/FO1EfWbaS_Y/s400/Kein+Platz+2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376461751727655874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine kluge Aussage von Sabine Friedel - wenngleich auch bloß im Wahlkampf...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0IFCTvC_I/AAAAAAAAEVM/7JIA6jsfJCI/s1600-h/Postplatz+Wasser+2.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0IFCTvC_I/AAAAAAAAEVM/7JIA6jsfJCI/s400/Postplatz+Wasser+2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376462412762254322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Viel gescholten, bei genauerer Betrachtung aber zum Teil zu Unrecht: Die einen Theatervorhang symbolisierende Wasserinstallation auf dem Postplatz von Erwin Stache. Das Problem ist nicht die Installation an sich (wenn sie mal funktioniert), sondern die elende heutige Gesamtkonzeptionn des Postplatzes, die durch die Installation nur noch deutlicher wird. Insofern hat Staches Werk eher den Charakter des Überbringers einer schlechten Botschaft, es ist weniger das Schlechte selbst. - Dass sachsentümelnde Möchtegern-Intellektuelle pseudo-gewitzt gegen Staches Installation anstatt gegen das dreist-dümmliche Denken der Dresdner Kulturhüter vorgehen, bezeugt umso mehr: Dresden ist eine biedere Stadt der und des Rückwärtsgewandten...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0Pq09VzhI/AAAAAAAAEVU/oCmhWleztbc/s1600-h/Postplatz+Reimann.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0Pq09VzhI/AAAAAAAAEVU/oCmhWleztbc/s400/Postplatz+Reimann.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376470758595087890" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Blick vom Postplatz: Sooo fühlen sich die Dresdner wohl...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0QBY9nt6I/AAAAAAAAEVc/3JBiBCGlP8U/s1600-h/Gaeste.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0QBY9nt6I/AAAAAAAAEVc/3JBiBCGlP8U/s400/Gaeste.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376471146217060258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Postplatz: Dresden grüßt seine Gäste... - Noch Fragen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0QSR_l42I/AAAAAAAAEVk/mpcxWOjPKWs/s1600-h/Postplatz+spezial+Sister.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Sp0QSR_l42I/AAAAAAAAEVk/mpcxWOjPKWs/s400/Postplatz+spezial+Sister.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5376471436404056930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Blick vom Postplatz: Sister sucht Mister - willkommen in der Gegenwart! (alle Fotos M. B.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-8102277530677969460?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8102277530677969460'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/8102277530677969460'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/09/das-ist-der-postplatz-in-dresden-diese.html' title='Dresdner Postplatz - eine architektonische Grausamkeit, die kaum jemanden stört'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/Spz-B83pfJI/AAAAAAAAEU8/jc1mnnBIgtc/s72-c/Postplatz+Haltestelle+1.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-6739280918299066907</id><published>2009-08-25T13:02:00.003+02:00</published><updated>2009-08-25T15:31:44.325+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kaufhaus Bergmannstraße'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prager Straße'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blaues Haus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Donaths Neue Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Waldschlösschenbrücke'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Villa Salzburg'/><title type='text'>Unser schönes altes königliches Dresden</title><content type='html'>Wie anspruchslos ist Dresden? Die Stadt legt Wert auf sich. Jeder Brückenbogen, jeder Häusergiebel und jedes Törchen - die gesamte Architektur der eitlen Kleinmetropole wird daraufhin überprüft, ob auch wirklich alles so aussieht, wie es einer einstigen kurfürstlichen und gar königlichen Residenzstadt geziemt. Maßstab für Dresden ist die Vergangenheit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Bauprojekte werden nach ideologischen Maßstäben beurteilt, verhindert - oder auch realisiert. Bauen in Dresden heute bedeutet meist Langeweile oder gar Hässlichkeit. Nur im Falle der Waldschlösschenbrücke gab es wegen der angeblich misslungenen Brücken-Ästhetik nenneswerte öffentliche Proteste, während ansonsten die zahlreichen architektonischen Missetaten von der Öffentlichkeit gleichgültig oder gar willig akzeptiert werden - ein paar empörte Leserbriefe ausgenommen. Dabei gehört die Form der Waldschlösschenbrücke, zwar entfernt an eine Eisenbahnbrücke erinnernd, noch zu den gelungeneren Gestaltungen in Dresdens heutigem Architekturprofil - die Postplatzlösung, das Wöhrl-Kaufhaus und die das Rundkino einmauernden, ja: einsargenden Gebäude auf der Prager Straße sind architektonische Grausamkeiten weit größeren Ausmaßes. Wirklich Kühnes und Modernes hat dagegen in Dresden nur selten eine Chance. Dresden legt also keinen Wert auf sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die wieder aufgebauten Semperoper, Schloss und Frauenkirche zu Recht als Glanzpunkte des Stadtensembles gelten, geht es den nicht ganz so prestigeträchtigen historischen Bauten längst an den Kragen, vieles an kulturgeschichtlich wichtiger Bausubstanz verfällt weiter oder wieder... Dresden legt auch diesbezüglich keinen Wert auf sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpORJ3A1jTI/AAAAAAAAETo/1H6S5r3gUOE/s1600-h/PragerStr.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpORJ3A1jTI/AAAAAAAAETo/1H6S5r3gUOE/s400/PragerStr.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373798378955443506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine architektonische Beliebigkeit: Blick in die heutige Ausformung der Prager Straße.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOPFs5hQuI/AAAAAAAAETA/0-ywow7Desw/s1600-h/PragerStr2.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOPFs5hQuI/AAAAAAAAETA/0-ywow7Desw/s400/PragerStr2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373796108497666786" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Prager Straße Dresden - verwechselbar!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOR9-Mxp5I/AAAAAAAAETw/NJviTUqUeUE/s1600-h/BildWC.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOR9-Mxp5I/AAAAAAAAETw/NJviTUqUeUE/s400/BildWC.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373799274237765522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Deutschland, Deutschland überall...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOTEgbPzwI/AAAAAAAAET4/jpjMxZOdA54/s1600-h/BlauHaus4.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOTEgbPzwI/AAAAAAAAET4/jpjMxZOdA54/s400/BlauHaus4.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373800486016110338" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das sogenannte Blaue Haus - das etwa 1960 errichtete erste "Hochhaus" Dresdens - beherbergte einst das Institut für Arbeitsökonomik, nach der Wende zeitweise das Arbeitsamt. Es steht unter Denkmalschutz und seit einiger Zeit zum Verkauf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOd5TOK8MI/AAAAAAAAEUA/SHIaSi42M-8/s1600-h/SalzburgBlauHaus.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpOd5TOK8MI/AAAAAAAAEUA/SHIaSi42M-8/s400/SalzburgBlauHaus.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373812388120948930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Unmittelbar vor dem Blauen Haus (Hintergrund) steht auf der Tiergartenstraße die vor sich hindämmernde Villa Salzburg, einst eine der prunkvollsten und architekturgeschichtlich interessantesten Villen Dresdens. Bis 2005 hatte sich um den Erhalt und die Geschichte der Villa das in dieser Villa ansässige ehemalige Weiterbildungszentrum für Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung e.V. (WBZ) gekümmert. Nachdem der Freistaat Sachsen seine Prioritäten für die Aus- und Weiterbildung in Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung 2005 zugunsten einer Einrichtung und eines Masterstudienganges in Görlitz geändert hatte, musste das WBZ seine Tätigkeit beenden und aus der Villa ausziehen, seither steht die Villa Salzburg zum Verkauf, ihr Erhalt wird immer schwieriger. - Auch eine Art des Umgangs mit wertvoller historischer Bausubstanz im heutigen Dresden...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO2j1rSgAI/AAAAAAAAEUI/oJCsiDIHmUg/s1600-h/Sachsenkrieger.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO2j1rSgAI/AAAAAAAAEUI/oJCsiDIHmUg/s400/Sachsenkrieger.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373839507203457026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ob die Sachsenkrieger Dresden helfen können?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO29psx5lI/AAAAAAAAEUQ/uWddVa9LZIc/s1600-h/Donaths.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO29psx5lI/AAAAAAAAEUQ/uWddVa9LZIc/s400/Donaths.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373839950665082450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das war mal das beliebte Tanz-Etablissement und Ausflugslokal Donaths Neue Welt in Dresden-Laubegast, bekannt wurde es u.a. durch seine große Alpenkulisse mit Alpenglühn und Alpengewitter. ... Überstanden hat das historische  Gebäude den Zweiten Weltkrieg und die DDR (seit 1956 war es Lagerhaus, nach der Wende blieb es ungenutzt und verfiel zusehens). Es ist von der Flut 2002 verschont geblieben. Seit 2003: Verfall und Zerstörung. Am 20. August 2004 wurde das Fachwerkgebäude durch Brandstiftung fast vollständig vernichtet. Das Ende einer Epoche...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO4jzfmPpI/AAAAAAAAEUY/coiU8Q9q6sw/s1600-h/Bergmannstr.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO4jzfmPpI/AAAAAAAAEUY/coiU8Q9q6sw/s400/Bergmannstr.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373841705640803986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das frühere Kaufhaus Bergmannstraße - eine Ruine im Schatten der Gegenwart...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO5JjSYPPI/AAAAAAAAEUg/7IM-qj5rA54/s1600-h/HandyAktion.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO5JjSYPPI/AAAAAAAAEUg/7IM-qj5rA54/s400/HandyAktion.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373842354125421810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Dresden - eben eine Stadt wie jede andere...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO5iSM5OHI/AAAAAAAAEUo/KMh6aseCI-8/s1600-h/RundkinoFress.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpO5iSM5OHI/AAAAAAAAEUo/KMh6aseCI-8/s400/RundkinoFress.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373842779035744370" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Unser schönes Stadtzentrum... (Alle Fotos: M. B.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-6739280918299066907?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/6739280918299066907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/08/unser-schones-altes-konigliches-dresden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6739280918299066907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/6739280918299066907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/08/unser-schones-altes-konigliches-dresden.html' title='Unser schönes altes königliches Dresden'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SpORJ3A1jTI/AAAAAAAAETo/1H6S5r3gUOE/s72-c/PragerStr.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5196022757605407670.post-2108353303090071790</id><published>2009-08-25T12:59:00.000+02:00</published><updated>2009-08-25T13:00:28.795+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Botschafter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dynamo Dresden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dresden'/><title type='text'>Dynamo als weltweiten Dresden-Botschafter, nicht aber als Stiefkind sehen</title><content type='html'>Sommer 2009. Im bulgarischen Weliko Tarnowo versuche ich dem Besitzer der kleinen Pension zu erklären, woher ich komme: „Dresden.“ – „Ah – Dynamo Dresden!“, war die strahlende Antwort. Ähnliches lief einige Tage später im albanischen Shëngjin ab – „Oh, Dynamo Dresden!“ rief der junge Mann spontan aus, als ich seine Frage nach meiner Heimatstadt beantwortete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dresden ist eine kleine Stadt, aber auch München ist in Amerika, Südafrika oder Asien nicht wegen der Pinakotheken und der Oper bekannt, sondern wegen des Hofbräuhauses und Bayern München.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man es in Sachsens Kleinresidenz ernst meint mit einem zukunftsorientierten Dresdner Selbstverständnis und einem schlüssigen Marketingkonzept, sollte man Dynamo Dresden nicht wie ein ungeliebtes Stiefkind behandeln, dem man unwillig und unter Drohungen aus der Patsche hilft. Man sollte den Verein ernst nehmen, positiv sehen, dessen Arbeit wohlwollend aktiv mitgestalten und unterstützen sowie dessen Potenzial als weltweiten Dresden-Botschafter erkennen und nutzen. Was sich stadtseitig rund um die Stadionfrage abgespielt hat, ist eine Schande für die Politiker der Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogar das noch kleinere Halle an der Saale zeigt, was Standard auch in Dresden sein sollte: Dort wird das neue Stadion im wesentlichen durch die Stadt und das Land Sachsen-Anhalt finanziert, die mit ihrem Fußballverein Hallescher FC als einem Botschafter der Region, der der Club erst noch richtig werden soll, an einem Strang ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M. B.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5196022757605407670-2108353303090071790?l=dresdenkulturell.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/feeds/2108353303090071790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/08/dynamo-als-weltweiten-dresden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2108353303090071790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5196022757605407670/posts/default/2108353303090071790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dresdenkulturell.blogspot.com/2009/08/dynamo-als-weltweiten-dresden.html' title='Dynamo als weltweiten Dresden-Botschafter, nicht aber als Stiefkind sehen'/><author><name>MB</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://2.bp.blogspot.com/_FCXa0z9mCRI/SKUv4vj4F2I/AAAAAAAAB2Q/8q4R_g8xHm8/S220/Mathias+Baeumel++Bild.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
